Die geplante vorübergehende Schließung des Berliner Flughafens Tegel beschäftigt am Mittwoch noch einmal Vertreter der Länder Berlin und Brandenburg sowie des Bundes. Die Eigentümer der Flughafengesellschaft tagen in einer Gesellschafterversammlung per Videokonferenz. Es gebe Signale, dass es einen Konsens geben könne, hatte Aufsichtsratschef Rainer Bretschneider am Montag gesagt. Er leitet auch die Gesellschafterversammlung.

Flugverkehr würde sich auf Schönefeld konzentrieren

Die Flughafengesellschaft will Tegel vom Netz nehmen, um angesichts des Passagierrückgangs in der Corona-Krise die Kosten zu begrenzen. Der Berliner Flugverkehr würde dann in Schönefeld konzentriert. Nach Informationen des „Handelsblatts“ kristallisiert sich als möglicher Termin der 15. Juni heraus.
Der Bund war zuletzt noch zurückhaltend, weil das neue Regierungsterminal am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld noch nicht fertig eingerichtet ist.
Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup hat bei der Berliner Luftfahrtbehörde beantragt, die Betriebspflicht für Tegel zunächst für zwei Monate aufzuheben. Er ist jedoch skeptisch, ob Tegel vor der ohnehin geplanten endgültigen Schließung im November noch mal ans Netz geht.