Berlin-Marathon: Letzte Generation will Event stören – Polizei bereitet sich vor

Klimaaktivisten der Letzten Generation haben Aktionen am Berlin-Marathon angekündigt.
Andreas Gora/dpaDie Klimaschutzinitiative „Letzte Generation“ plant, während des Berlin-Marathons am kommenden Wochenende aktiv zu werden. „Weil darüber scheinbar Unklarheit herrscht: Ja, wir unterbrechen den Berlin-Marathon. Vor der Klimakatastrophe können wir nicht davonrennen“, schrieb die Gruppe am Freitagmorgen in einer sehr knappen Pressemitteilung. Die Polizei trifft derweil Vorbereitungen, die Veranstalter hoffen auf ein störungsfreies Event.
Nach Brandenburger Tor: Auch Berlin-Marathon soll Ziel sein
Anfang der Woche hatte die Letzte Generation noch offengelassen, ob sie nach ihren jüngsten Blockaden in Berlin auch bei Veranstaltungen rings um den Marathon protestieren wolle. Dazu könne man zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Angaben machen, hieß es. Das Ziel der beiden Marathons der Skater am Samstag und der Läufer am Sonntag befindet sich in unmittelbarer Nähe des Brandenburger Tors, das Mitglieder der Gruppe am Sonntag mit oranger Farbe besprüht hatten.
Berliner Polizei hat sich auf Störungen vorbereitet
Die Berliner Polizei erwartet am kommenden Wochenende gezielte Störungen und Blockaden des Marathons durch Klimaschutzaktivisten und hat entsprechende Vorbereitungen getroffen. Die Ankündigung der Klimaschutzgruppe Letzte Generation, den Marathon zu unterbrechen, sei „keine Überraschung“, sagte eine Polizeisprecherin am Freitag. „Wir rechnen bei solchen Großveranstaltungen mit weltweiter Aufmerksamkeit mit solchen Aktionen.“ Entsprechend plane man den Einsatz, um bei Bedarf „bestmöglich und schnellstmöglich einzuschreiten“.
Aufgrund der beträchtlichen Länge der Marathonstrecke von etwa 42 Kilometern lässt sich allerdings nicht ausschließen, dass es zu Störaktionen kommen könnte. Aus diesem Grund wurde im Vorfeld bereits ein explizites Verbot von nicht angemeldeten Demonstrationen der Letzten Generation im Bereich des Marathons erlassen. Diese Anordnung wurde in Form einer sogenannten Allgemeinverfügung am heutigen Freitag im Amtsblatt veröffentlicht. Sie ist von Samstagvormittag bis Sonntag um Mitternacht gültig.
Veranstalter hoffen auf störungsfreien Berlin-Marathon
Die Organisatoren des Berlin-Marathons haben nach der Ankündigung von Störungen durch Klima-Aktivisten zu einem friedlichen Rennen aufgerufen. Geschäftsführer Jürgen Lock vom Veranstalter SCC Events betonte, man sei ständig mit der Polizei in Kontakt und gut vorbereitet.
„Wir werden darüber nicht öffentlich sprechen“, sagte Lock und appellierte mit Blick auf die monatelange Vorbereitung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer: „Wir wollen eine friedliche und tolerante Laufveranstaltung haben. Für die Leute ist es ein Highlight, da ist jede Störung nur negativ.“ Für die 49. Auflage des Marathons liegt die Rekordzahl von fast 48 000 Anmeldungen vor.
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(mit Material von dpa)

