Bares für Rares
: „Mein Gott, endlich mal ein Bild!“ - XXL-Gemälde geht für XXL-Summe weg

Ein riesiges Gemälde mit Köln-Bezug, das größer ist als Horst Lichter, lockt einem Händler das Geld aus der Tasche.
Von
Judith Müller
Köln
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Colmar Schulte-Goltz und Horst Lichter sehen neben dem Gemälde ganz winzig aus.

Colmar Schulte-Goltz und Horst Lichter sehen neben dem Gemälde ganz winzig aus.

ZDF-Mediathek

Ein monumentales Köln-Gemälde sorgt heute bei „Bares für Rares“ für große Augen – und für einen glücklichen Händler, der eine ganz persönliche Verbindung zum Motiv hat.

Ein Bild so groß wie eine Wand

Als Moderator Horst Lichter das riesige Gemälde mit den Maßen 2,50 mal 1,80 Meter erblickt, ist er sprachlos: „Mein Gott! Meine Herren, endlich mal ein Bild, wa?“ Witzelnd fügt er hinzu: „Gegenüber dem Original ist das ja eine Miniatur! Wie kommt ihr an dieses briefmarkenähnliche Gemälde?“

Die Verkäuferin Tanja Weustenfeld aus Hennef erklärt gemeinsam mit ihrem Sohn Marvin, dass ihre Großeltern das Gemälde zur Goldhochzeit geschenkt bekamen. Der Kölner Maler Wilhelm „Willi“ Thonett fertigte es 1972 eigens für das Paar an. Auf der Acryl-Hartfaserplatte ist nicht nur die historische Eigelstein-Torburg zu sehen, sondern auch Tanjas Tante und Onkel mit ihrer Dogge – ein echtes Familienerbstück.

2.000 Euro Expertise für kölsche Stadtgeschichte

Experte Colmar Schulte-Goltz zeigt sich begeistert: „Der Maler hat die Atmosphäre besonders gut eingefangen. Außerdem ist das Eigelstein-Tor einer der letzten erhaltenen Torbögen in Köln – das macht dieses Werk zu einem bedeutenden Stück Stadtgeschichte.“ Thonett selbst sei nur 41 Jahre alt geworden, habe aber neben Gemälden auch Reliefs und Glasarbeiten geschaffen. Den Wert des Werks taxiert der Kunstkenner auf stolze 2.000 Euro.

Händler mit Heimatliebe

Im Händlerraum sorgt das XXL-Gemälde erneut für Begeisterung. Besonders Jan Cizek ist hin und weg – aus gutem Grund: Sein Geschäft liegt in unmittelbarer Nähe des Eigelstein-Tors. „Das ist einer der schönsten Plätze überhaupt“, schwärmt er.

Jan zahlt gerne 600 Euro für das tolle Gemälde.

Jan zahlt gerne 600 Euro für das tolle Gemälde.

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Am Ende reicht es zwar nicht ganz für die Expertise, doch 600 Euro legt Cizek auf den Tisch – und Tanja nimmt dankbar an. Für sie ist es wichtiger, dass das Bild in gute Hände kommt. Sie freut sich, dass es bei jemandem gelandet ist, der es wertzuschätzen weiß.