Bahnsperrung in NRW: Wo und wann kommt es zu Zugausfällen und -verspätungen?

Duisburg: Der Abriss dieser Brücke der Autobahn A3 am Autobahnkreuz Kaiserberg führt in den Herbstferien zu massiven Verkehrseinschränkungen auf Straße und Schiene.
Christoph Reichwein/dpaBahnreisende in Nordrhein-Westfalen werden in den Herbstferien vor große Herausforderungen gestellt. Der Zugverkehr zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland ist während dieser Zeit erheblich eingeschränkt. In vielen Städten wird es nur wenige Verbindungen mit dem ICE geben. Diese Beeinträchtigungen werden vor allem Urlauber und Pendler betreffen. Wo und wann wird es jetzt zu Zugausfällen und Verspätungen kommen?
Welche Bahnstrecken sind aktuell gesperrt?
Die Sperrung betrifft fast den kompletten Zugverkehr zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland.
Im Nahverkehr fallen zwischen Duisburg und Mülheim an der Ruhr alle Züge aus, ebenso zwischen Duisburg und Oberhausen. Statt der Züge werde es Ersatzbusse geben, kündigte die Bahn an.
Im Fernverkehr plant die Bahn, bis viele Züge in Richtung Düsseldorf oder Köln um das westliche Ruhrgebiet herumzuleiten. Die Fahrzeit verlängere sich dadurch um 20 bis 40 Minuten, teilte die Bahn mit.
In Duisburg, Oberhausen, Mülheim an der Ruhr und am Düsseldorfer Flughafen hält während der Herbstferien in NRW kein einziger Fernzug. In Düsseldorf Hauptbahnhof, Essen und Bochum sollen zumindest einige ICEs und ICs halten.
Wann sind die Bahnstrecken gesperrt?
Die Sperrung der Bahnstrecken in den Herbstferien hat am Freitag, den 29. September (21.00 Uhr) begonnen und wird bis zum 13. Oktober (21.00 Uhr) andauern – also für zwei Wochen.
Was ist der Hintergrund der Sperrung?
Grund für die Sperrung sind unter anderem umfangreiche Bauarbeiten am Autobahnkreuz Kaiserberg. Dort soll in den Herbstferien eine der beiden Brücke der Autobahn 3 abgerissen werden, die über acht Bahngleise führt. Wie genau Autos und Lastwagen dann umgeleitet werden, will die Autobahn GmbH in den nächsten Wochen mitteilen.
Am Kreuz Kaiserberg kommt so viel Verkehr zusammen wie kaum irgendwo sonst im Ruhrgebiet – auf der Straße, der Schiene und im Wasser: 130 000 Fahrzeuge haben den Knoten von A3 und A40 laut Autobahn GmbH zuletzt pro Tag genutzt – Tendenz steigend.
Verkehrschaos am Brückentag bleibt aus
Reisende und Pendler zwischen dem westlichen Ruhrgebiet und dem Rheinland haben am Montag erstmals seit Beginn größerer Bauarbeiten an einem Werktag auf Ersatzbusse zurückgegriffen. Das große Verkehrschaos blieb aber aus: Ein dpa-Fotograf berichtete am Montagmorgen von etwa 100 Menschen, die am Duisburger Hauptbahnhof vor den Bussen kleinere Schlangen bildeten. Am Bahnhof war es demnach entsprechend ruhig. Wegen des Brückentages haben viele Menschen frei.
Wo können sich Fahrgäste über ihre Verbindungen informieren?
Reisende im Fernverkehr könnten in den digitalen Fahrplänen bereits sehen, wie die Züge während der Sperrung umgeleitet werden. Beim Regionalverkehr werde es hingegen noch bis zur ersten Septemberwoche dauern, bis alle Änderungen in die digitalen Systeme eingepflegt seien, sagte ein Bahnsprecher.
Auf der Website für baubedingte Fahrplanänderungen in NRW und auf der Störungskarte von zuginfo.nrw können sich Fahrgäste über Sperrungen, Verspätungen und Ausfälle informieren.
Welche Rechte haben Bahnreisende bei Ausfällen und Verspätungen?
In diesem Jahr haben bereits viele Bahnreisende Probleme gehabt, an ihr Ziel zukommen. Hier gibt es die Rechte für Fahrgäste im Überblick:
(mit Material von dpa)
