Bahnstreik aktuell
: So geht es am Samstag nach dem Streik der GDL weiter

Aktuell geht beim Zugverkehr in Deutschland so gut wie nichts. Der Streik der GDL lässt die meisten Züge still stehen. Doch, wie geht es nach dem Streik weiter?
Von
Daniel Steiger
Berlin
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Womit müssen die Fahrgäste der Bahn nach dem aktuellen Streik rechnen? Die DB hat bereits die erste Warnung für den Samstag herausgegeben.

Arne Dedert/dpa

Tausende Zugausfälle, Hunderte wartende Güterzüge — Noch bis zum Freitagabend legt der Streik der Lokführer–Gewerkschaft GDL beinahe den gesamten Zugverkehr in Deutschland lahm. Doch wie geht es danach weiter? Die Bahn hat für Samstag schon die erste Warnung herausgegeben.

So geht es nach dem Streik bei der Bahn weiter

Die Deutsche Bahn warnt wegen des Streiks der Lokführer vor überfüllten Zügen am Samstag. „Die Fahrkarten gelten ja flexibel auch zu einem späteren Zeitpunkt und wir rechnen natürlich damit, dass morgen die Züge dann auch entsprechend voller werden“, sagte Bahn–Sprecher Achim Stauß am Freitagmorgen in Berlin.

Zum einen werde gerade noch daran gearbeitet, den Bahnbetrieb in Süddeutschland wegen des Winterwetters wieder in Gang zu bringen. „Gleichzeitig müssen sie auf den Fahrplanwechsel vorbereiten, der am Sonntag auf dem Programm steht“, sagte Stauß. „In einer solchen Situation zu streiken, ist unkollegial.“

Zudem bestreike die GDL auch den Güterverkehr und damit Industrie und Wirtschaft. „DB Cargo versucht natürlich, so viele Züge wie möglich zu fahren, aber bei der Versorgung von Kraftwerken, von Hochöfen, von der Automobil– und Chemieindustrie, da kann es zu Verzögerungen kommen und es ist nicht auszuschließen, dass auch Fließbänder stillstehen.“

Warum die GDL aktuell bei der Bahn streikt

Die Gewerkschaft Deutscher Lokomotivführer hatte im Güterverkehr ab Donnerstag um 18.00 Uhr und im Personenverkehr ab 22.00 Uhr bundesweit zu einem Warnstreik aufgerufen. Er soll 24 Stunden lang bis Freitag 22.00 Uhr dauern. Die Bahn erstellte einen Notfahrplan.

Die Tarifrunde zwischen Bahn und GDL hatte offiziell Anfang November begonnen. Knackpunkt ist die GDL–Forderung nach einer 35–Stunden–Woche im Schichtdienst — derzeit sind es 38 Stunden. Die Bahn lehnt Verhandlungen darüber ab und hält die Forderung angesichts des Fachkräftemangels für nicht umsetzbar.