Baden-Württemberg
: Wann droht der nächste Streik im ÖPNV?

Verdi bestreikt am Montag bundesweit den kommunalen Nahverkehr. Auch BW ist davon betroffen. Die Streik-Aussichten für die kommenden Wochen gibt es hier im Überblick.
Von
David Hahn
Stuttgart
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Verdi-Warnstreiks im Nahverkehr - Baden-Württemberg: dpatopbilder - 02.02.2026, Baden-Württemberg, Stuttgart: Streikende der Stuttgarter Straßenbahnen AG (SSB) gehen am frühen Morgen zu einem Straßenbahn-Depot. Die Gewerkschaft Verdi hat in fast allen Bundesländern zu Warnstreiks bei den Verkehrsunternehmen aufgerufen. - recrop Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Wann müssen Fahrgäste wieder mit einem Streik im Nahverkehr in Baden-Württemberg rechnen?

Marijan Murat/dpa

Der öffentliche Nahverkehr in weiten Teilen Deutschlands ist wegen eines ganztägigen Warnstreiks weitgehend zum Erliegen gekommen. Bei zahlreichen kommunalen Verkehrsunternehmen bleiben Busse sowie Straßen- und U-Bahnen aufgrund des Arbeitskampfes in den Depots. Nach Angaben von Verdi sind fast alle 16 Bundesländer betroffen. Auch in vielen Städten in Baden-Württemberg steht der ÖPNV am Montag still. Wann droht der nächste Streik in dem Bundesland?

Streik in BW am Montag, dem 2. Februar 2026

Der Warnstreik sorgt am Montag für erhebliche Probleme. Millionen Beschäftigte müssen trotz eingeschränktem Nahverkehr pünktlich zur Arbeit kommen. Auch für Eltern ist die Situation belastend, denn Schülerinnen und Schüler können nicht einfach zu Hause bleiben. Zusätzlich erschwert das Wetter die Lage: In mehreren Regionen drohen weiterhin gefrierender Regen und glatte Straßen, wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) warnt.

In Baden-Württemberg findet der Streik am Montag in sieben Städten statt. Dabei kommt der Nahverkehr in Stuttgart, Karlsruhe, Heilbronn, Freiburg, Baden-Baden, Esslingen und Konstanz größtenteils zum Erliegen. Die Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn fahren derweil ohne Einschränkungen.

Baden-Württemberg: Wann droht der nächste Streik?

Nach dem Warnstreik zum Wochenstart soll es in Baden-Württemberg vorerst keine weiteren Stillstände im Nahverkehr geben. Verdi-Verhandlungsführer Jan Bleckert betonte jedoch, dass neue Aktionen je nach Verlauf der Tarifverhandlungen jederzeit wieder möglich seien. Sollte es zu keiner Einigung kommen, drohen somit absehbar neue Streiks im ÖPNV.

Warum wird 2026 im Nahverkehr gestreikt?

In den Tarifverhandlungen, die in allen Bundesländern meist mit den kommunalen Arbeitgeberverbänden geführt werden, fordert Verdi insbesondere deutlich bessere Arbeitsbedingungen: kürzere Wochenarbeitszeit und Schichtzeiten, längere Ruhezeiten, aber auch durch höhere Zuschläge für Arbeit in der Nacht und am Wochenende. In Bayern, Brandenburg, dem Saarland, Thüringen und bei der Hamburger Hochbahn wird der Gewerkschaft zufolge zusätzlich über höhere Löhne und Gehälter verhandelt.

Mit Material der dpa