Baden-Württemberg
: Streik im ÖPNV am Freitag – Diese Städte sind betroffen

Verdi hat im öffentlichen Nahverkehr mehrerer Bundesländer zu Warnstreiks aufgerufen. Dieser findet auch in zahlreichen Städten in Baden-Württemberg statt.
Von
David Hahn
Stuttgart
Jetzt in der App anhören
Einigung in ÖPNV–Tarifverhandlungen: ARCHIV - 05.02.2020, Baden-Württemberg, Stuttgart: Wagen der Stuttgarter Straßenbahnen (SSB) U-Bahn U12 stehen an einer Haltestelle. (zu dpa: «Einigung in ÖPNV-Tarifstreit - Weitere Streiks vom Tisch») Foto: Sebastian Gollnow/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Verdi hat für Baden-Württemberg Warnstreiks im ÖPNV angekündigt.

Sebastian Gollnow/dpa
  • Warnstreik im ÖPNV am 21. Februar in Baden-Württemberg angekündigt.
  • Verdi fordert höhere Löhne, bessere Arbeitsbedingungen, Unterstützung für überlastete Mitarbeiter.
  • Streik betrifft Busse und Bahnen, nicht aber Deutsche Bahn.
  • Betroffene sollen alternative Verbindungen prüfen.
  • Nächste Tarifverhandlungen am 14./15. März in Potsdam geplant.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Fahrgäste in Baden-Württemberg müssen sich auf erhebliche Einschränkungen im öffentlichen Nahverkehr einstellen. Die Gewerkschaft Verdi hat Beschäftigte kommunalen Verkehrsunternehmen in BW zu einem ganztägigen Warnstreik aufgerufen.

Baden-Württemberg: Welche Städte sind vom Streik betroffen?

Der Streik findet in zahlreiche Städten und Landkreisen statt. Betroffen sind Stuttgart (SSB), Karlsruhe (VBK), Freiburg (VAG), Heilbronn (Verkehrsbetriebe der Stadtwerke), Esslingen (SVE), Konstanz (Stadtbus der Stadtwerke) und Baden-Baden (Betriebszweig der Stadtwerke). Auch in Ulm wird am Freitag bei SWU und SWU Mobil im Nahverkehr gestreikt (Bereich TV ÖD). Neben den Streiks sind in einigen Städten betriebsnahe Versammlungen und kleinere Demonstrationszüge geplant. Auch in Nordrhein-Westfalen, Bremen, Hessen, Niedersachsen und Rheinland-Pfalz wird es zu Warnstreiks kommen.

Wie lange dauert der Warnstreik?

Der Streik im Nahverkehr in Baden-Württemberg und zahlreichen weiteren Bundesländern ist für Freitag, den 21. Februar angekündigt. Busse und Bahnen in den betroffenen Betrieben werden voraussichtlich den gesamten Tag über ausfallen. Fahrgäste sollten sich frühzeitig über alternative Verbindungen informieren. Regional- und S-Bahnen der Deutschen Bahn sind nicht vom Streik betroffen, könnten aber durch das erhöhte Fahrgastaufkommen voller sein als üblich.

Ausfälle im Nahverkehr am Freitag: Warum wird gestreikt?

Hintergrund ist die ergebnislose zweite Tarifrunde für die Beschäftigten des öffentlichen Dienstes bei Bund und Kommunen. Verdi fordert höhere Löhne und bessere Arbeitsbedingungen. „Es gibt viel zu wenig Personal, die Arbeitsverdichtung nimmt ständig zu“, sagte die stellvertretende Verdi-Vorsitzende Christine Behle.

Die Tarifverhandlungen für die mehr als 2,5 Millionen Beschäftigten im öffentlichen Dienst wurden nach der zweiten Verhandlungsrunde am 17./18. Februar 2025 ergebnislos vertagt. Die Arbeitgeber hätten nach Angaben von Verdi bislang kein Angebot zu Lohnerhöhungen, besseren Arbeitsbedingungen oder Entlastungen vorgelegt. „Die Arbeitgeber mauern komplett. Eine Verständigung ist derzeit nicht in Sicht“, kritisierte Verdi-Chef Frank Werneke. In einer Zeit, in der viele Beschäftigte im öffentlichen Dienst überlastet seien, sei das ein „fatales Signal“.

Die Gewerkschaft fordert acht Prozent mehr Gehalt, mindestens aber 350 Euro monatlich mehr, höhere Zuschläge für besonders belastende Tätigkeiten sowie eine Erhöhung der Ausbildungs- und Praktikantenvergütungen um 200 Euro. Zudem verlangt Verdi drei zusätzliche freie Tage und mehr Flexibilität durch ein sogenanntes „Meine-Zeit-Konto“. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 14./15. März in Potsdam angesetzt.