Drogen in Baden-Württemberg: Besserer Schutz für Konsumenten: Kostenlose Drogen-Checks geplant

Drogen wie Heroin, aber auch Ecstasy, sind in verschiedenen Reinheitsgraden und Stärken auf dem Markt. Drug-Checking soll für Konsumenten mehr Sicherheit bieten.
Frank Leonhardt/dpaWenn schon Konsum, dann sicher. Nach diesem Motto können Drogenabhängige in Berlin seit Anfang des Monats ihre Suchtmittel testen lassen, bevor sie sie konsumieren. In anderen Bundesländern gibt es ebenfalls bereits ähnliche Projekte – und Baden-Württemberg will nun nachziehen. Das berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland.
Die Landesregierung Baden-Württemberg befürworte, Drug-Checking auszuprobieren. Eine Sprecherin wird mit den Worten zitiert: „Für Drug-Checking spricht, dass dadurch Konsumierende vor gefährlichen Drogen gewarnt werden können und die Gesundheit weniger gefährdende Konsumentscheidungen treffen können.“ Wann genau ein Modell starte, könne man aktuell noch nicht sagen.
Tod zweier Teenager nach Drogenkonsum befeuert die Debatte
Gesetzlich hat der Bundestag erst kürzlich beschlossen, dass Drug-Checking von den Bundesländern erlaubt werden darf, der Bundesrat muss noch zustimmen. Bisherige Projekte waren im rechtlichen Graubereich angesiedelt. Die Diskussion um die Sicherheit von Drogen wurde kürzlich angefacht durch den Tod einer 13-Jährigen in Mecklenburg-Vorpommern. Das Mädchen hatte Ecstasy konsumiert, wohl unwissentlich, aber eine besonders starke Sorte namens „Blue Punisher“. Aktuell untersuchen die Behörden auch den Tod einer 15-Jährigen aus Rathenow, auch sie soll an Drogenkonsum gestorben sein.
