Autos wie Spielzeuge umhergeworfen
: Sechs Tote und mehr als 400 Verletzte bei Tornado im Süden Brasiliens

„Es ist ein Kriegsschauplatz“, sagte ein Zivilschutzchef. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Todesopfer sei hoch. Der Tornado habe das Zentrum der Kleinstadt getroffen.
Von
AFP STATISTISCH
io Bonito do Iguaçu
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This aerial handout photo released by the Parana State Government shows the destruction after a tornado with winds of up to 250 kilometers per hour hit the city of Rio Bonito do Iguacu, in Brazil's Parana State on November 7, 2025. A tornado killed at least six people and injured more than 430 as it destroyed most of a town in southern Brazil, authorities said Saturday. (Photo by Handout / Parana State Government / AFP) / RESTRICTED TO EDITORIAL USE - MANDATORY CREDIT "AFP PHOTO /  Parana State Government" - HANDOUT - NO MARKETING NO ADVERTISING CAMPAIGNS - DISTRIBUTED AS A SERVICE TO CLIENTS

Mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 250 km/h traf ein Tornado die Stadt Rio Bonito do Iguacu.

AFP PHOTO / Parana State Government
  • Tornado mit bis zu 250 km/h verwüstet Kleinstadt Rio Bonito do Iguaçu in Südbrasilien.
  • Mindestens sechs Tote, mehr als 400 Verletzte, zwei Menschen werden noch vermisst.
  • 90 % der Stadt beschädigt, zahlreiche Häuser zerstört, Rettungsteams suchen nach Überlebenden.
  • Notunterkunft in nahegelegener Stadt, Bewohner berichten von enormen Zerstörungen.
  • Wetterdienste warnen vor weiteren Stürmen in Paraná, Santa Catarina und Rio Grande do Sul.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei einem Tornado im Süden Brasiliens sind nach Behördenangaben mindestens sechs Menschen ums Leben gekommen und mehr als 400 weitere verletzt worden. Der Wirbelsturm verwüstete weite Teile der Kleinstadt Rio Bonito do Iguaçu im Bundesstaat Paraná, warf Autos wie Spielzeuge umher und zerstörte zahlreiche Wohnhäuser, wie der örtliche Wetterdienst am Samstag berichtete.

„Es ist ein Kriegsschauplatz“, sagte Zivilschutzchef Fernando Schunig der Nachrichten-Website G1. Die Wahrscheinlichkeit weiterer Todesopfer sei hoch, weil der Tornado das Zentrum der Kleinstadt getroffen habe.

Der Tornado fegte nur wenige Minuten durch die 14.000-Einwohner-Gemeinde, erreichte Behördenangaben zufolge aber Windgeschwindigkeiten zwischen 180 und 250 Stundenkilometern und ging mit Hagel einher.

90 Prozent der Stadt beschädigt

Nach Angaben der Regierungsbehörden des Bundesstaates Paraná wurden mindestens 432 Menschen verletzt. Zwei Menschen wurden demnach vermisst. Dem Zivilschutz zufolge wurden 90 Prozent der Stadt beschädigt. Fotos zeigte zahlreiche Häuser mit heruntergerissenem oder völlig zerstörtem Dach und Trümmer.

Rettungsteams durchsuchten Trümmerhaufen auf der Suche nach Überlebenden und Todesopfern. In einer nahegelegenen Stadt wurde eine Notunterkunft eingerichtet.

„Er hat alles zerstört. Er hat die Stadt, Häuser, Schulen zerstört. Was wird aus uns werden?“, fragte Roselei Dalcandon vor den Trümmern ihres vom Tornado zerstörten Geschäfts.

Paranás Gouverneur Ratinho Júnior erklärte im Onlinedienst X, Sicherheitskräfte seien in den betroffenen Ortschaften im Einsatz. Für ganz Paraná sowie für die südlichen Bundesstaaten Santa Catarina und Rio Grande do Sul sprachen Wetterdienste Warnungen vor gefährlichen Stürmen aus.