Ausflugstipps rund um Tübingen
: Neun Türme, die einen Ausflug wert sind

Je höher, desto besser: In und um Tübingen lohnt es sich, nach oben zu klettern und nach unten zu schauen. Egal, ob romantisch oder modern, diese Türme bieten einen außergewöhnlichen Blick.
Von
Debora Schreiber
Tübingen
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Zu jeder Jahreszeit ein Wanderziel mit toller Aussicht und jetzt auch immer offen: der Turm Hursch im ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen.

Turm Hursch, Privat.jpg

Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz Münsingen steht der Turm Hursch.

Steffen Steinhäußer.
  • Neun Türme rund um Tübingen bieten außergewöhnliche Ausblicke.
  • Der Lemberg-Turm, ein 34 Meter hoher Stahlturm, liegt auf dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb.
  • Der 42 Meter hohe Turm Hursch bietet bei guter Sicht Ausblick bis zu den Alpen.
  • Der Römerstein-Turm bietet einen Rundblick über die Schwäbische Alb und ist 30 Meter hoch.
  • Der Roßberg-Turm, ein Kulturdenkmal, wurde 1913 erbaut und ist 28 Meter hoch.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Bei 152 Stufen kommt man schon mal ins Schnaufen. Der Blick über die Schwäbische Alb ist es aber wert, die Zähne zusammenzubeißen und die letzten Stufen nach oben auch noch zu nehmen. Rund um Tübingen gibt es viele Türme, die erkundet werden wollen. Der Turm Sternenberg misst gerade acht Meter, sodass auch für Gemütliche etwas dabei sein dürfte. Da die Sicht bei gutem Wetter bekanntlich besser ist, gibt es hier ein paar Ausflugstipps für den nächsten schönen Tag.

1. Der Lemberg-Turm

  • Der Lemberg-Turm bietet eine tolle Aussicht und ist mit dem Auto von Tübingen aus in etwas mehr als einer Stunde zu erreichen. Der markante Aussichtsturm aus Stahl thront auf dem höchsten Berg der Schwäbischen Alb bei Gosheim im Kreis Tuttlingen: dem Lemberg. 152 Stufen führen in den Himmel oder besser gesagt auf die Aussichtsplattform des Lemberg-Turms. Mit der Fahnenstange auf der Spitze misst der Turm 34 Meter.
  • Eine kleine Gaststube auf dem Gipfel, die Lemberghütte, bietet die Möglichkeit für eine kleine Verschnaufpause. Die aktuellen Öffnungszeiten sind hier zu finden.
  • Rund um den Lemberg gibt es gut ausgeschilderte Wanderwegen. Der Albsteig (HW1) und der Donauberglandweg führen über den Gipfel. Am schnellsten geht es vom Wanderparkplatz nördlich von Gosheim auf den Lemberg. Die 900 Meter lange Strecke und die etwa 150 Höhenmeter auf dem berühmten HW 1, dem Nordrandweg, sind eher ein Spaziergang als eine Wanderung.
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  • Lemberg-Turm: Quelle: Schwäbisches Tagblatt. Vor Verwendung bitte Bildrechte prüfen.

    Der Lemberg-Turm hat samt Fahnenstange eine Höhe von 34 Metern vorzuweisen.

    Wolfgang Albers

2. und 3. Turm Sternenberg und Turm Hursch

  • Auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen tummeln sich gleich mehrere hohe Bauwerke. Eines davon ist der im Jahr 1898 erbaute Turm Sternenberg. Er liegt am Rande des Platzes, außerhalb der Schießbahnen. Ein Riese ist der Bau mit seinen acht Metern allerdings nicht.
  • Den Schlüssel zum Turm hat die Touristik Information Münsingen.
  • Von Tübingen aus braucht man mit dem Auto bis zum alten Truppenübungsplatz rund eine Stunde. Auf dem Wanderparkplatz Sternenberg kann das Fahrzeug abgestellt werden.
  • Ein richtiger Koloss ist hingegen der Turm Hursch (oberstes Bild). Seine 42 Meter haben ihn an die Höhen-Spitzenposition der Albvereinstürme geführt. Bei guter Sicht kann man bis zur Alpenkette sehen.
  • Parkmöglichkeiten gibt es auf dem Wanderparkplatz Zaininger Schranke und dem Wanderparkplatz Trailfinger Säge.
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Sternenbergturm

Der Turm Sternenberg befindet sich auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Münsingen.

Touristik Information Münsingen

4. Römerstein-Turm

  • Der Römerstein-Turm ist das Wahrzeichen von Römerstein und mit dem Auto von Tübingen aus in etwa einer Stunde zu erreichen. Dort, auf der mittleren Kuppenalb, kann man die Ruhe noch genießen.
  • Im Jahr 1912 wurde der Turm vom Schwäbischen Albverein auf einer Höhe von 874 Metern gebaut. Wer den 30 Meter hohen Turm erklimmt, hat einen Rundblick über die Schwäbische Alb. Bei klarer Sicht kann man sogar bis zu den Alpen sehen. Außerdem gibt es zwei Grillstellen und eine große Wiese.
  • Von April bis November ist der Turm freitags, samstags und sonntags von 9.30 bis 17 Uhr geöffnet. Ansonsten liegt der Schlüssel beim Bürgermeisteramt Römerstein zur Abholung bereit. Weitere Informationen gibt es hier.
  • Die kürzeste Anmarsch-Variante, rund 20 Minuten, hat man von den Parkplätzen am Sträßchen zwischen Böhringen und Donnstetten.
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Römerstein-Turm

Vom Römerstein-Turm aus hat man einen schönen Blick über die Schwäbische Alb.

Privat

5. Österberg-Turm

  • Gut versteckt befindet sich auf dem Tübinger Österberg ein Aussichtsturm. Vom Neckar-Parkhaus aus kann man ihn zu Fuß in einer knappen halben Stunde erreichen.
  • Im Jahr 1891 wurde der Österberg-Turm gebaut, hieß damals aber noch Kaiser-Wilhelm-Turm, denn eben diesen sollte der Turm ehren. Heute befindet er sich gut versteckt hinter großen Bäumen. Allen, die von seiner Existenz nichts wissen, wird die aus dem Gipfelwäldchen herausragende Spitze kaum auffallen. Wer dennoch über den Turm stolpert, findet eine verriegelte Tür vor. Lohnt sich dennoch ein Besuch?
  • Obwohl der Berg lediglich eine Höhe von 438 Metern aufzuweisen hat, bietet der Österberg einen schönen Ausblick. Zudem kann man auf einem Stück Tübinger Energiegeschichte wandeln. Neben dem Turm gibt es eine große Wiese mit einigen Spielgeräten. Hier war einst ein großes Wasserbecken für die Trinkwasserversorgung, dann das Reservoir eines Pumpspeicherwerks.
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Österberg-Turm:Die filigrane Turmspitze ist längst demontiert. An ihrer Stelle stehen jede Menge Funkantennen.Quelle: Schwäbisches Tagblatt. Vor Verwendung bitte Bildrechte prüfen.Die filigrane Turmspitze ist längst demontiert. An ihrer Stelle stehen jede Menge Funkantennen.

Der Österberg-Turm ist nicht leicht zu finden. Er ist hinter hohen Bäumen versteckt.

Wolfgang Albers

6. Roßberg-Turm

  • Der 28 Meter hohe Roßberg-Turm wurde im Jahr 1913 zum 25-jährigen Jubiläum des Schwäbischen Albvereins auf der Kuppe des Roßbergs errichtet und von 20.000 Menschen eingeweiht. Der markante Turm ist in das Wanderheim integriert und inzwischen ein Kulturdenkmal als Beispiel für die frühe Moderne.
  • Von Tübingen aus ist man mit dem Auto in rund einer dreiviertel Stunde in Gönningen. Die gut 300 Höhenmeter von Gönningen aus bis zum Roßberg-Turm spaziert man nicht mal eben hoch, das verrät bereits der Name eines Premiumweges: „Hochgehkämpft“ heißt er.
  • Der Turm ist von Mittwoch bis Samstag von 12 bis 21 Uhr geöffnet, sonntags von 12 bis 17 Uhr. Die aktuellen Öffnungszeiten sind hier zu finden.
  • An Werktagen kann das Auto direkt vor dem Turm geparkt werden, an Sonn- und Feiertagen auf dem Roßfeld unterhalb des Turms. Zu Fuß ist man vom Parkplatz aus in rund 20 Minuten beim Wanderheim.
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Das Wanderheim mit dem Aussichtsturm auf dem Gönninger Roßberg. Der Pächter hat gekündigt.

Reutlingen Gönningen Roßbergturm Wanderheim

Der Roßberg-Turm wurde im Jahr 1913 erbaut und ist inzwischen ein Kulturdenkmal als Beispiel für die frühe Moderne.

Eissler

7. Ausguck auf dem Steinenberg

  • Auf der höchsten Stelle des Tübinger Steinenbergs gibt es einen 12 Meter hohen Aussichtsturm aus Stahl, der zumindest im Winter weit blicken lässt. Im Sommer erschweren Bäume, die den Turm überragen, die freie Sicht. Im Parkhaus P6 (Oberer Schnarrenberg) in Tübingen kann das Auto abgestellt werden. Bis zum offiziellen Startpunkt der Turmtour ist es nur ein kleines Stück.
  • Die Turmtour dauert rund 40 Minuten und führt an Streuobstwiesen und am Waldrand vorbei. Ziel ist der historische Steinenberg-Turm. Er wurde 1898 gebaut, 1998 saniert und bietet eine schöne Sicht über die Stadt Tübingen.
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Steinenbergturm

Der Turm auf dem Steinenberg bietet einen schönen Blick über Tübingen.

Barbara Honner

8. Aussichtsturm der Weilerburg

  • Vom Aussichtsturm der Weilerburg hat man bei gutem Wetter klare Sicht bis in den Schwarzwald. Die Weilerburg liegt auf dem Rotenberg, einem fast frei stehenden Bergkegel am Westende des Rammert beim Dorf Weiler. Von Tübingen aus braucht man mit dem Auto rund 30 Minuten, um zum Parkplatz Schadenweiler in Rottenburg zu kommen.
  • Vom 20 Meter hohen Aussichtsturm der Weilerburg hat man einen schönen Ausblick. Unten sieht man auf das Dorf Weiler, weiter entfernt erkennt man die markante Kuppe des Rossbergs und die Säule des Rottweiler Testturmes für Aufzüge. Nach Westen hin sieht man Schwarzwaldränder, über dem Gäu Herrenberg, und im Neckartal kann man seinen Blick von Rottenburg bis Tübingen schweifen lassen.
  • Die Weilerburg hat samstags ab 14 Uhr und sonntags ab 10 Uhr bis zur Dunkelheit geöffnet (1. Mai bis 30. September). Ab dem 15. Juli hat sie auch freitags ab 16 Uhr geöffnet. In den Sommerferien ist schon ab Mittwoch, 16 Uhr, geöffnet. Bei Schlechtwetter ist der Turm zu. Bei unklarer Witterung zeigt eine Fahne am Turm, ob offen ist. Diese sieht man auf der Vereins-Webcam.
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Vom Aussichtsturm der Weilerburg hat man bei gutem Wetter klare Sicht bis in den Schwarzwald.

Quelle: Schwäbisches Tagblatt. Vor Verwendung bitte Bildrechte prüfen.

Vom Aussichtsturm der Weilerburg hat man bei gutem Wetter klare Sicht bis in den Schwarzwald.

Vom Aussichtsturm der Weilerburg hat man bei gutem Wetter klare Sicht bis in den Schwarzwald.

Wolfgang Albers

9. Die Heuberger Warte

  • Gesehen hat sie wahrscheinlich jeder schon mal, aber noch nie besucht. Die Heuberger Warte hinter Rottenburg liegt über der L 361. Vom Turm aus sieht man bis zum Schwarzwald und der Schwäbischen Alb. Im Jahr 1422 haben 19 schwäbische Reichsstädte unter Ulmer Führung den Turm auf der Spitze des Heuberges errichten lassen.
  • Von Tübingen nach Rottenburg dauert es mit dem Auto rund 20 Minuten. Es gibt einen Parkplatz an der L 371 nahe des Heuberger Hofes. Der Turm ist verschlossen, den Schlüssel gibt es bei der Rottenburger Tourist-Information gegen ein Pfand von 50 Euro.
  • Die Tourist-Info (Marktplatz 24) hat von Montag bis Freitag von 9 bis 13 und von 14 bis 16 Uhr geöffnet. Samstags ist erst wieder ab Ostern offen.
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Die Heuberger Warte zählt zu den seltener bestiegenen Türmen der Region.

Die Heuberger Warte wurde im Jahr 1422 erbaut.

Wolfgang Albers