Er fürchtet den Überwachungsstaat und Zwangsimpfungen und fällt immer wieder mit kruden politischen Äußerungen und wilden Verschwörungstheorien auf. Zuletzt rief er im Internet zu Widerstand gegen die Corona-Einschränkungen der Bundesregierung auf.

Handelsketten werfen Produkte von Hildmann aus dem Sortiment

Dieses Verhalten hat jetzt ernsthafte Konsequenzen für den 39-Jährigen. Erste Handelsketten reagieren auf sein Verhalten und nehmen die Produkte des Veganers aus dem Sortiment. Darunter der Discounter Kaufland und die Drogeriekette Vitalia. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend.

Einen gewissen Bekanntheitsgrad erlangte Hildmann durch seine Kochbüchern „Vegan for Fit“ oder „Vegan for Fun“. Seit Jahren betreibt der Berliner eine Lebensmittelmarke mit Produkten für die vegane Ernährung („Nutwave“, zuletzt der Energydrink „Daisho“).

Verhalten von Hildmann stößt auf Ablehnung

„Mit Befremden haben wir die Weltanschauung von Attila Hildmann zur Kenntnis genommen“, wird eine Sprecherin von Kaufland auf der Nachrichteneite welt.de zitiert. Diese widerspreche dem Verhaltenskodex des Unternehmens.

Auch bei der Firma Voelkel stößt das Verhalten Hildmanns auf Ablehnung. Der Safthersteller füllte bisher den Energydrink „Daisho“ ab und stellte auch die Infrastruktur für den Vertrieb insbesondere an Bioläden zur Verfügung. Bei welt.de heißt es: „Wir distanzieren uns in aller Deutlichkeit von der in den letzten Tagen getätigten Rhetorik Attila Hildmanns. Basis unserer Zusammenarbeit mit der Marke Daisho sind der Umwelt- und Tierschutz sowie der Respekt einer freiheitlich demokratischen Grundordnung.“

Hildmann hatte in den vergangenen Tagen immer wieder Verschwörungstheorien in den Sozialen Netzwerken geteilt - und dabei vor allem gegen gegen Gesundheitsminister Jens Spahn sowie US-Milliardär Bill Gates gewettert.

Hildmann hetzt auf Instagram

Bei Instagram schrieb Hildmann: „Bill Gates der Kinderficker fühlt sich seit Jahren berufen der Weltgesundheit zu helfen INDEM er die komplette WHO kontrolliert! ... Er will 7 Milliarden Menschen seine Spritzen reindrücken! ... Wundert euch nicht wenn er euch in Zukunft mit einer Spritze krank macht, sterilisiert oder tötet...“

Am Mittwoch hatte Hildmann zur Teilnahme an einer Versammlung vor dem Deutschen Bundestag aufgerufen - dabei war es auch ein Kamerateam der ARD angegriffen worden. Auf einem Video von der Demo macht Hildmann seine politische Gesinnung deutlich. Er sagt: „Mein Onkel war bei der Wehrmacht. Ich sage Ihnen eine Sache: Ich bin bereit, für dieses Land zu sterben.“