Attacke in München
: Urteil im Mordprozess nach Auto-Anschlag auf Demo erwartet

Bei der Attacke in der bayerischen Landeshauptstadt waren eine Mutter und ihre kleine Tochter getötet worden. Nun wird das Gericht sein Urteil sprechen.
Von
dpa
München
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Der Angeklagte Farhad N. (M) steht neben seinem Anwalt Ömer Sahinci (r) und Justizibeamten im Prozesssaal an seinem Platz. Farhad N. ist nach einem Auto-Anschlag am 13. Februar 2025 auf eine Demonstration in München des zweifachen Mordes angeklagt.

Elke Richter/dpa
  • Urteil im Mordprozess nach Auto-Anschlag in München wird an diesem Donnerstag erwartet.
  • Bundesanwaltschaft fordert lebenslange Haft und besondere Schwere der Schuld.
  • Verteidigung plädiert auf 15 Jahre Freiheitsstrafe und Unterbringung im psychiatrischen Krankenhaus.
  • Angeklagter fuhr 2025 in Verdi-Demo: Mutter und zweijährige Tochter starben – viele Verletzte.
  • Angeklagt sind zudem 22-facher versuchter Mord und gefährliche Körperverletzung in 22 Fällen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Im Mordprozess um den tödlichen Auto-Anschlag auf eine Demonstration in München will das Gericht an diesem Donnerstag (6.8.2026) sein Urteil sprechen. Die Bundesanwaltschaft geht von einem religiös motivierten politischen Anschlag aus und fordert eine lebenslange Haftstrafe samt Feststellung der besonderen Schwere der Schuld für den 25-Jährigen. Dies würde eine Freilassung auf Bewährung nach 15 Jahren Gefängnis erheblich erschweren.

Die Verteidigung hingegen plädierte vor dem Oberlandesgericht München auf eine Freiheitsstrafe von 15 Jahren und forderte die Unterbringung in einem psychiatrischen Krankenhaus. Obwohl der Gutachter nur eine mittelgradige Persönlichkeitsstörung festgestellt hatte, schlossen die Anwälte eine verminderte Schuldfähigkeit nicht aus. Sie argumentierten, ihr Mandant zeige deutliche Anzeichen einer hebephrenen Schizophrenie - einer Unterform, bei der anstelle von Wahnvorstellungen vor allem ein wirres Gefühlsleben und unberechenbares Verhalten im Vordergrund stehen.

Von allen Prozessbeteiligten ist unbestritten, dass der 25-Jährige im Februar 2025 von hinten in einen Demonstrationszug der Gewerkschaft Verdi gefahren war und dabei eine Mutter und ihre zweijährige Tochter getötet hatte. Die Bundesanwaltschaft wirft dem Afghanen darüber hinaus versuchten Mord in 22 Fällen sowie zumeist gefährliche Körperverletzung in weiteren 22 Fällen vor. Knapp zwei Dutzend „gewöhnliche“ Körperverletzungen wurden dabei sogar schon von der Strafverfolgung ausgenommen.