Wohin mit dem hochradioaktiven Atommüll in Deutschland? Und was zeichnet einen geeigneten Endlager-Standort aus? Über diese und ähnliche Fragen diskutieren von Freitag bis Sonntag Bürger aus ganz Deutschland auf der digitalen Fachkonferenz Teilgebiete. Unter den mehr als 1600 Teilnehmern sind neben Privatpersonen auch Wissenschaftler sowie Vertreter von Kommunen, Verbänden und Organisationen.
Ziel ist es, die Ausschlusskriterien und Mindestanforderungen für einen möglichen Standort für ein Atommüll-Endlager zu erörtern. Organisiert wird die Veranstaltung vom Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Ursprünglich sollte die Fachkonferenz in Kassel stattfinden, pandemiebedingt mussten die Organisatoren aber auf digitale Konferenzräume ausweichen.
Die Teilnehmer werden sich in erster Linie mit dem Zwischenbericht befassen, den die Bundesgesellschaft für Endlagerung (BGE) im September 2020 vorgestellt hatte. Mit dem Bericht sind die möglichen Standorte für ein Atommüll-Endlager in Deutschland eingegrenzt worden. Demnach sind hierzulande 90 Gebiete nach geologischen Kriterien grundsätzlich dafür geeignet - das entspricht 54 Prozent des Bundesgebiets. In der nun anstehenden Phase soll die Zahl eingegrenzt werden, damit bis zum Jahr 2031 der Standort für ein Atommüll-Endlager gefunden ist.