Astrid Lindgren: Bücher, Kinder, Biografie, Zitate – Die Kinderbuchautorin im Porträt

Die schwedische Kinderbuchautorin Astrid Lindgren in Stockholm. Alle Infos zum 20. Todestag und die Liste all ihrer Kinderbücher findet ihr hier.
Jörg Schmitt/dpaPipi Langstrumpf, Michel aus Lönneberga, Ronja Räubertochter – diese Bücher verbinden wohl viele Menschen mit ihrer Kindheit. Astrid Lindgren ist eine der berühmtesten Kinderbuchautorinnen der Welt. Aus einigen ihrer Werke sind auch erfolgreiche Filme und Serien entstanden. In dieser Woche, am 28. Januar, ist der 20. Todestag der schwedischen Schriftstellerin.
Welches sind die bekanntesten Bücher von Astrid Lindgren? Was ist aus den Kindern der Autorin geworden? Biografie, Sohn, Zitate – die Kinderbuchautorin im Porträt.
Astrid Lindgren Bücher: Liste aller Kinderbücher und Filme
Die schwedische Schriftstellerin Astrid Lindgren hat rund 90 Bücher, Drehbücher und Theaterstücke geschrieben. Ihre Werke wurden in rund 100 Sprachen übersetzt. Bekanntheit erlangte sie besonders durch ihre Kinderbücher:
- Britt-Mari erleichtert ihr Herz
- Kerstin und ich
- Pippi Langstrumpf
- Kalle Blomquist
- Bullerbü
- Kati
- Mio, mein Mio
- Karlsson vom Dach
- Rasmus und der Landstreicher
- Rasmus, Pontus und der Schwertschlucke
- Lotta aus der Krachmacherstraße
- Madita
- Michel aus Lönneberga
- Ferien auf Saltkrokan
- Die Brüder Löwenherz
- Das entschwundene Land
- Ronja Räubertochter
Astrid Lindgren Steckbrief: Eine kurze Biografie
In diesem Jahr, 2022, ist der 20. Todestag der bekannten Schriftstellerin Astrid Lindgren. Wie alt ist sie geworden, wo kam sie her? Alle Infos im Steckbrief:
- Name: Astrid Anna Emilia Lindgren (geborene Ericsson)
- Geboren: 14. November 1907
- Gestorben: 28. Januar 2002 (im Alter von 94 Jahren)
- Geburtsort: Hof Näs bei Vimmerby, Småland (Schweden)
- Mann: Sture Lindgren (1931 bis 1952)
- Kinder: Lars Lindgren, Karin Nyman
Astrid Lindgrens Kinder, unehelicher Sohn und Mann
Zum ersten mal schwanger wurde Astrid Lindgren mit 18 Jahren. Mit dem Vater war die damalige Sekretärin nicht verheiratet – dieser hatte bereits eine andere Frau. Damals war das ein echter Skandal. Daher verließ sie ihre Heimat bei Vimmerby und brachte ihren Sohn Lars, genannt Lasse, am 04.12.1926 in Dänemark zur Welt. Sie gab ihn aus Geldnot an eine Pflegefamilie ab. Später holte sie ihren Sohn zu sich zurück. Astrid Lindgren (damals Ericsson) heiratete Sture Lindgren und bekam ein weiteres Kind – ihre Tochter Karin Nyman.
Astrid Lindgrens Sohn Lasse:
Lindgrens Sohn Lasse machte eine Ausbildung zum Ingenieur, arbeitete dann aber im Unternehmen „Tre Lindgren AB“, das die Rechte an den Werken von Astrid Lindgren in Form von Theater- und Filmmanuskripten verwaltete. Er heiratete zweimal und bekam drei Kinder. Lasse starb am 22. Juli 1986.
Astrid Lingrens Tochter Karin:
Lindgrens Tochter arbeitete als Übersetzerin und schrieb später selber Kinderbücher. Den Namen „Pippi Langstrumpf“ soll sich Karin ausgedacht haben – im Alter von sieben Jahren. Sie heiratete und bekam vier Kinder. Ihr Sohn Olle Nyman ist Vorstandsvorsitzender von „Saltkråkan AB“. Das verwaltet den literarischen Nachlass von Astrid Lindgren.
Astrid Lindgrens Mann Sture:
Nach dem Abitur im Jahr 1917 studierte Sture Lindgren Jura in Lund. Danach arbeitete er jedoch in der Automobilbranche, obwohl er sich „nicht für Autos interessierte und nie einen Führerschein gemacht hat“, steht auf der offiziellen Webseite von Astrid Lindgren. Als er Astrid Lindgren kennenlernte, bekamen sie und ihr Sohn Lars seinen Nachnamen.
20. Todestag von Astrid Lindgren mit Filmen im TV
Am 28.01.2022, dem 20. Todestag von Astrid Lindgren, wird auf ORF2 ein Film über ihr Leben ausgestrahlt. Das Drama „Astrid“ läuft um 23.30 Uhr. Die Verfilmungen ihrer Bücher wie „Pippi Langstrumpf“ oder „Michel aus Lönneberga“ laufen immer wieder im deutschen Fernsehen.
Zitate von Astrid Lindgren
Leidenschaftlich engagierte sich die Autorin und Lektorin Zeit ihres Lebens auch für die Rechte der Kinder, Gewaltlosigkeit und den Tierschutz. Das spiegelt sich in ihren berühmten Zitaten wider:
„Ich will für einen Kreis schreiben, der Wunder bewirken kann. Nur Kinder können beim Lesen Wunder bewirken.„
„Und dann schreibe ich so, wie ich mir das Buch wünsche, wenn ich selbst ein Kind wäre. Ich schreibe für das Kind in mir.„
„Es darf Dinge in einem Buch geben, die nur Kinder lustig finden, meinetwegen auch Dinge, die Kinder und Erwachsene lustig finden; aber in einem Kinderbuch darf es niemals etwas geben, das nur Erwachsene lustig finden. Denn es ist eine Unverschämtheit dem Kind gegenüber – das das Buch lesen soll.„
„Mann kann in Kinder nichts hineinprügeln, aber man kann vieles aus ihnen herausstreicheln.“
„Gebt den Kindern Liebe, mehr Liebe und noch mehr Liebe, dann stellen sich die guten Manieren ganz von selbst ein.“
