Asiatischer Hirsch in Kirchheim: Nach Fund von Muntjak erholt sich das Tier in Tripsdrill

Ein Polizist und Veterinärbeamter bringen das Muntjak in Sicherheit.
Polizeipräsidium Reutlingen/dpa- Ein exotisches Muntjak wurde in Kirchheim nahe Stuttgart gefunden.
- Das Tier erholt sich nun im Wildpark Tripsdrill in Quarantäne.
- Ein Polizist und ein Veterinär fingen das Muntjak ein.
- Das Muntjak wird medizinisch untersucht und eventuell in eine Gruppe integriert.
- Es wird geprüft, woher das Muntjak stammt, da private Haltung in Deutschland eingeschränkt ist.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
„Wir haben es in Obhut genommen, seither ist es in Quarantäne“, sagte Britta Günther vom Erlebnispark Tripsdrill in Cleebronn, zu dem das sogenannte Wildparadies gehört. Es werde zunächst eingehend vom Tierarzt untersucht und danach zu den anderen Muntjaks in die Gruppe aufgenommen, sollte es gesund sein.
Muntjaks sind eine in Asien beheimatete kleine Hirschart. Die männlichen Hirsche tragen ein kleines Geweih und im Oberkiefer verlängerte Eckzähne. Im „Wildparadies“ leben die Muntjaks in einem weitgehend naturbelassenen Freigehege.
Das zutrauliche Kirchheimer Exemplar hatten Anwohner in ihrem Garten umherstreifen sehen und die Polizei informiert. Ein Veterinär des Landratsamts Esslingen betäubte das Tier am Dienstag, es wurde in eine Transportbox geladen und in den Wildpark gebracht. Nun soll nach Polizeiangaben geklärt werden, woher es kommt - denn Muntjaks dürfen nur unter bestimmten Auflagen und privat in Deutschland eigentlich gar nicht gehalten werden, wie ein Polizeisprecher sagte.

So sieht das asiatische Muntjak eigentlich aus. (Archiv)
Holger Hollemann/dpa