Aprilscherz
: Endlich kommt die Hängebrücke vom Zeller Horn zur Burg Hohenzollern!

Das Landratsamt hat sich einen vortrefflichen Aprilscherz einfallen lassen: eine Hängebrücke, die zur Burg Hohenzollern führt. Und auch sonst will der Kreistag endlich weniger tagen müssen.
Von
swp
Zollernalbkreis
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Endlich! Die Hängebrücke zwischen dem Zeller Horn und der Burg Hohenzollern soll nach Wunsch des Landratsamts demnächst angegangen werden. „Dank entfallender Anhörungs- und Gutachtenpflichten ist die Verwirklichung ist die Realisierung zügig und günstig möglich“, lässt der Landrat wissen.

Endlich! Die Hängebrücke zwischen dem Zeller Horn und der Burg Hohenzollern soll nach Wunsch des Landratsamts demnächst angegangen werden. „Dank entfallender Anhörungs- und Gutachtenpflichten ist die Verwirklichung ist die Realisierung zügig und günstig möglich“, lässt der Landrat wissen.

KI-generiert/Landratsamt
  • Aprilscherz: Eine Hängebrücke vom Zeller Horn zur Burg Hohenzollern wird angekündigt.
  • Der Zollernalbkreis testet ab „1. April 2026“ für drei Jahre verschlankte Verfahren.
  • Anhörungs- und Gutachtenpflichten sollen entfallen – schnellere, günstigere Projekte geplant.
  • Eine Landes-Expertenrunde errechnete Einsparpotenzial: rund 100 Verwaltungsstellen.
  • Der Kreistag tagt seltener, der Landrat erhält mehr Befugnisse, ein Beirat begleitet das Projekt.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Weniger Bürokratie, effizientere Abläufe, bürgerfreundliche Verwaltung: Das ist das Ziel einer überraschenden Verschlankungs-Initiative, für die der Zollernalbkreis als Modellregion ausgewählt wurde. Vom 1. April 2026 an und befristet auf drei Jahre werden Vorschriften testweise ausgesetzt und kreative Verwaltungs-Experimente in der Alleinverantwortung der Landkreisverwaltung ausdrücklich zugelassen. Das gibt das Landratsamt in einer Pressemitteilung bekannt, die unbedingt und ausschließlich am 1. April erscheinen solle.

Mit dem Pilotprojekt will Baden-Württemberg das bisher etwas zäh angelaufene Regelbefreiungsgesetz ankurbeln. Dieses ist seit Oktober 2025 in Kraft ist und ermöglicht Gemeinden, Landkreisen und Zweckverbänden, Ausnahmen von landesrechtlichen Vorschriften beim zuständigen Ministerium zu beantragen, um neue Wege in der Verwaltung, der Aufgabenerledigung und der Zusammenarbeit zu erproben.

Hier sieht man zwei wichtige Männer, die wichtige Dinge besprechen: Günther-Martin Pauli und Winfried Kretschmann.

Hier sieht man zwei wichtige Männer, die wichtige Dinge besprechen: Günther-Martin Pauli und Winfried Kretschmann.

Steffen Maier

Für den Zollernalbkreis hat Ministerpräsident Winfried Kretschmann persönlich Mitte März einer deutlich umfassenderen Befreiung zugestimmt. „Für diese zusätzlichen Chancen und das Vertrauen in unsere kommunale Kreativität und Risikobereitschaft sind wir dankbar. Gerne testen und beweisen wir, dass verantwortungsbewusste, ressourcenschonende und damit zukunftsorientierte Verwaltung zum Wohl der Bevölkerung gelingen kann“, so Landrat Günther-Martin Pauli.

Landratsamt spricht von „enormem Einsparpotenzial“!

Gestartet werden soll mit einem ebenso fantastischen wie langersehnten Vorhaben: der Hängebrücke zwischen dem Zeller Horn und der Burg Hohenzollern. Wanderern ermöglicht dieses Bauwerk eine neue Verbindung und spektakuläre Aussichten, außerdem steht die Hängebrücke symbolisch für die enge Verbundenheit und das starke Zusammengehörigkeitsgefühl im Zollernalbkreis. Für diesen Bau, ebenso für Infrastrukturprojekte wie beispielsweise Windkraftanlagen, Photovoltaik-Parks, Straßen und Schienenwege entfallen im Zuge des Verschlankungs-Experiments in großem Maße Anhörungs- und Gutachtenpflichten.

Dadurch wird die Realisierung deutlich zügiger und günstiger möglich. Die effizienteren Verfahrenswege bergen enormes Einsparpotential: Eine Expertenrunde des Landes hat errechnet, dass allein im Zollernalbkreis dadurch auf kommunaler Ebene rund 100 Stellen in der öffentlichen Verwaltung eingespart werden könnten. Für die konstruktive Begleitung dieser umfassenden Maßnahme wird ein Beirat installiert, dem neben Verwaltungsfachleuten der Fachhochschulen Kehl und Ludwigsburg Experten der IHK und der Kreishandwerkerschaft angehören.

Und der Kreistag will mehr Freizeit

Eine wesentliche Neuausrichtung betrifft außerdem die Arbeit des Kreistags. Die Fachausschüsse werden testweise nicht mehr einberufen, das Hauptorgan kommt künftig zwei Mal im Jahr zusammen: Im Herbst an zwei auf einanderfolgenden Tagen, anlässlich der Einbringung und der Verabschiedung des Haushalts, und im Frühsommer, um die Entwicklung der Planungen gegebenenfalls nachzujustieren und neue Projekte fürs Folgejahr festzuzurren. Gleichzeitig erhält der Landrat neue Befugnisse, um notwendige Entscheidungen treffen zu können. „Diese straffe Sitzungsökonomie verschafft uns Luft und Zeitgewinne, um zukunftsgerichtete Vorhaben konsequent anzupacken“, so Landrat Pauli.

Das im April im Zollernalbkreis beginnende Verwaltungsexperiment wird von Beginn an eng von Experten begleitet und evaluiert. Die Ergebnisse sollen zügig nach Abschluss der Testphase vorliegen und gegebenenfalls als Vorbild für ministerielle Verschlankungen in ganz Baden-Württemberg dienen.