Angriff auf Kinder in Duisburg
: Nach Attacke mehrere Schüler verletzt im Krankenhaus

Nahe einer Duisburger Grundschule gab es einen Messerangriff. Mehrere Kinder wurden dabei verletzt. Der Täter soll jetzt dem Haftrichter vorgeführt werden …
Von
Daniel Steiger
Duisburg
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Nahe einer Schule in Duisburg sind mehrere Kinder bei einer Messerattacke verletzt worden.

Christoph Reichwein/dpa

Nahe einer Grundschule in Duisburg ist es am heutigen Mittwoch, 28.2.2024, zu einem Messerangriff gekommen. Es wurden zwei Kinder schwer verletzt. Sie wurden ins Krankenhaus gebracht. Der Verdächtige sei wenig später in Tatortnähe widerstandslos festgenommen worden, teilten die Ermittler mit.

Angriff in Duisburg: Kinder schwerverletzt im Krankenhaus

Die Tat ereignete sich gegen 12.00 Uhr mitten auf einer Straße in einem Wohngebiet im Duisburger Stadtteil Marxloh. Die beiden Kinder - ein Junge und ein Mädchen - hätten sich nach dem Angriff in eine katholische Grundschule zwei Querstraßen weiter retten können. Dort sei ihnen eine Lehrerin zur Hilfe gekommen, berichtete die Polizei.

Anschließend seien beide ins Krankenhaus gebracht worden. Zumindest bei einem der beiden Kinder gaben die Ärzte vorsichtig Entwarnung: Es bestehe keine Lebensgefahr. Zum Gesundheitszustand des zweiten Kindes gab es laut Polizei zunächst noch keine genaueren Informationen.

Auch zum Alter der Opfer gebe es noch keine verlässlichen Angaben, diese schwankten zwischen 9 und 14 Jahren, sagte eine Polizeisprecherin am Mittwoch in Duisburg.

Versuchter Mord: Täter soll dem Haftrichter vorgeführt werden

Die Polizei war im Großeinsatz. Der Tatverdächtige sei wenig später in Tatortnähe widerstandslos festgenommen worden, teilten die Ermittler mit.Die Hintergründe der Tat blieben zunächst völlig offen. Bei dem Festgenommenen handelt es sich nach Angaben der Ermittler um einen Deutsch-Bulgaren. Er habe als Einzeltäter agiert.

Nach dpa-Informationen hat die Polizei ein Messer und eine Taschenlampe als Tatwaffen sichergestellt. Mit beiden Gegenständen habe der Verdächtige auf die Kinder eingeschlagen und eingestochen, hieß es aus Polizeikreisen.

Sie werten den Angriff als versuchten Mord. Der Verdächtige werde entsprechend wegen versuchten Mordes an diesem Donnerstag einem Haftrichter vorgeführt, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwochabend mit. Die beiden schwer verletzten Kinder seien neun und zehn Jahre alt. Die Ermittlungen zu den Hintergründen der Tat dauerten an.

Tatort: Spurensicherung nimmt Arbeit auf

Am Tatort begann einige Stunden nach dem Angriff die Spurensicherung mit ihrer Arbeit. Beamte in weißen Schutzanzügen untersuchten die Straße und die Umgebung, wie ein dpa-Reporter berichtete. Auch eine Polizeidrohne kam während der Spurensicherung zum Einsatz. Auf dem Bürgersteig waren zahlreiche Blutspuren zu sehen. Der Bereich war von der Polizei weiträumig abgesperrt worden. In der Straße stehen sehr einfache Wohnhäuser, viele Fassaden sind schmutzig und mit Graffiti beschmiert.

Schulministerin zeigt sich schockiert über Gewalttat

An der Schule, zu der sich die beiden verletzten Kinder gerettet hatten, kamen einige besorgte Eltern zusammen. NRW-Schulministerin Dorothee Feller (CDU) zeigte sich in einer ersten Reaktion „schockiert“ darüber, dass „zwei Kinder auf ihrem Schulweg Opfer einer Gewalttat geworden sind“. In den kommenden Tagen werde die Schule durch Schulpsychologen eng begleitet.

„In Gedanken bin ich bei den beiden Kindern, ihren Eltern, Familien und Freunden sowie bei den Lehrerinnen und Lehrern der Schule“, sagte Feller. Die betroffene Grundschule bekomme nun jede Unterstützung, die nötig sei.

Die für die Schule zuständige Bezirksregierung betonte, die Schulpsychologie berate mit der Schulleitung das weitere Vorgehen - zum Beispiel, welche Gesprächs- und Unterstützungsangebote und Informationen es für Eltern gebe.

(mit Material von dpa)