Nach Delta ist nun Omikron die neuste Coronavirus-Variante. Wie die Variante Beta wurde auch die neue Virus-Mutation das erste mal in Afrika, genauer in Botswana und Südafrika entdeckt. Ihr wurde der Name Omikron gegeben. Bei Omikron handelt es sich um die fünfte Virus-Mutation, die von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als „variants of concern“ also besorgniserregend, eingestuft wird.
  • Was weiß man über die neue Coronavirus-Mutante Omikron?
  • Alpha, Beta, Gamma, Delta - was unterscheidet diese Varianten?
  • Warum wurde die neue Virusvariante Omikron genannt?
  • Welche Buchstaben enthält das griechische Alphabet?

Neue Coronavirus-Variante Omikron: Was bisher bekannt ist

„Omikron war eine Entwicklung mit Ansage“, erklärte Ärzte der Welt-Direktor François De Keersmaeker. „Es werden sich immer wieder neue Varianten ausbreiten, wenn in ärmeren Ländern weiterhin große Teile der Bevölkerung keinen Zugang zu Impfstoffen haben.“ Nachdem Delta eine weitere Welle an Corona-Neuinfektionen über Deutschland und die Welt hereinbrechen ließ, sorgte die neue Coronavirus-Variante Omikron zunächst für eine Schockwelle. Wieder eine neue Mutation, die bisher verheißt, noch ansteckender als die Delta-Variante zu sein. Nachgewiesen wurde die neue Variante B.1.1.529 das erste Mal in Botswana, längst gibt es Fälle in Europa, auch in Deutschland. Was ist bisher über Omikron bekannt? Das lest ihr in folgendem Artikel:

Omikron, Delta, Alpha, Beta, Gamma: Was wissen wir über die Coronavirus-Varianten?

Während Omikron nun als noch ansteckender vermutet wird und die derzeit existierenden Impfstoffe weniger wirksam machen könnte, stellte bereits die Coronavirus-Variante Delta eine besorgniserregende Mutation dar. Sie wurde das erste Mal im Oktober 2020 in Indien nachgewiesen und dominiert seither das Infektionsgeschehen weltweit. Vor ihr traten Alpha (B.1.1.7), Beta (B.1.351) und Gamma (P.1) auf, zudem sagen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, dass bereits der ursprüngliche sogenannte „Wildtyp“ des Coronavirus’ verschiedene Varianten aufwies. Was zeichnete die einzelnen Corona-Mutationen aus?
  • Alpha wurde in Großbritannien entdeckt. Ihr wird laut Robert-Koch-Institut (RKI) zugeschrieben, leichter übertragbar zu sein und mit einer höheren Fallsterblichkeit in allen Altersgruppen einhergeht. Diese Variante wies allerdings nicht auf, die Wirksamkeit von Impfstoffen zu senken. Im Frühjahr 2021 dominierte laut RKI Alpha in Europa, inzwischen werde es nur noch in wenigen Fällen hier nachgewiesen.
  • Beta wurde in Südafrika entdeckt. Ob geimpft oder genesen - Beta erwies sich als resistenter gegen eine bereits gebildete Immunabwehr. Laut RKI wird hierzu noch diskutiert, ob es schneller übertragbar ist.
  • Gamma wurde in Brasilien nachgewiesen und ähnelt laut RKI Beta, da es gleiche Mutationen wie diese Variante aufweist. Auch für Gamma gilt: Es könnte ansteckender sein, zudem weisen Studien darauf hin, dass es die Wirksamkeit neutralisierender Antikörper verringert.
  • Delta wird als sehr ansteckend eingestuft und reduziert die Wirksamkeit der Immunantwort. In Deutschland ist das aktuell die häufigste Variante.

Warum werden die Coronavirus-Varianten mit Buchstaben des griechischen Alphabets bezeichnet?

In wissenschaftlichen Diskursen erhalten Virusvarianten wissenschaftliche Codes aus Buchstaben und Zahlen. Da sich die Diskussion über die Virus-Varianten aber aufgrund der weltweiten Pandemielage über die Wissenschaft hinaus erstreckte, erhielten die Mutationen im öffentlichen, nicht wissenschaftlichen Diskurs ihre Bezeichnung nach Herkunftsnamen, da diese schlicht leichter zu merken sind als die wissenschaftlichen Codes. So wurden sie von der Politik, in den Medien und in der Umgangssprache zunächst britische, südafrikanische und brasilianische Variante beziehungsweise Mutante genannt.
Da aber die Bezeichnungen nach Entdeckungsland stigmatisierend und diskriminierend sein können, bezeichnet die WHO die besorgniserregenden Varianten inzwischen nach ihren wissenschaftlichen Codes plus Buchstabe des griechischen Alphabets. Neben den „variants of concern“ gibt es unter anderem „variants of interest“ - auch diese haben Bezeichnungen nach dem griechischen Alphabet bekommen:
  • Lambda (C.37): Entdeckungsland Peru
  • Mμ bzw. My oder Mu (B.1.621) Entdeckungsland Kolumbien
  • Delta Plus (AY.4.2) Verbreitungsland u.a. Großbritannien

Griechisches Alphabet: Aus welchen Buchstaben besteht es?

Das griechische Alphabet besteht aus 24 Buchstaben. Das ist die Reihenfolge:
  • Alpha Α α
  • Beta Β β
  • Gamma Γ γ
  • Delta Δ δ
  • Epsilon Ε ε
  • Zeta Ζ ζ
  • Eta Η η
  • Theta Θ θ
  • Iota/Jota Ι ι
  • Kappa Κ κ
  • Lambda Λ λ
  • My Μ μ
  • Ny Ν ν
  • Xi Ξ ξ
  • Omikron Ο ο
  • Pi Π π
  • Rho Ρ ρ
  • Sigma Σ σ ς
  • Tau Τ τ
  • Ypsilon Υ υ
  • Phi Φ φ
  • Chi Χ χ
  • Psi Ψ ψ
  • Omega Ω ω

Neue Coronavirus-Variante Omikron: Warum dieser Buchstabe des griechischen Alphabets?

Eigentlich wären vor dem Buchstaben Omikron noch Ny oder Xi an der Reihe gewesen. Die Buchstaben von Epsilon bis My wurden bereits für Varianten verwendet, die als Varianten von Interesse oder Varianten unter Beobachtung gelten, sind nur weniger bekannt. Die darauf folgenden Buchstaben Ny und Xi wurden ausgelassen, da sie laut WHO in verschiedenen Sprachen und Ländern missverständliche Assoziationen auslösen könnten. Beispielsweise kann „Ny“ im Englischen als „New“ verstanden werden oder „Xi“ ein Nachname in Ländern wie China sein. Zudem würde es an den Präsident von China erinnern.