Feiertag am 1. November Was wird an Allerheiligen gefeiert?

 Am 1. November feiern die katholischen Christen Allerheiligen.
Am 1. November feiern die katholischen Christen Allerheiligen. © Foto: Christian Charisius/dpa
Ulm / Samira Roll 01.11.2018
Viele Arbeiter und Schüler freuen sich, dass der 1. November ein Feiertag ist. Doch was steckt eigentlich hinter Allerheiligen? Wer hat frei und was hat Halloween damit zu tun? Wir haben die Antworten.

Allerheiligen ist eines der wichtigsten Feste der katholischen Kirche. Wie der Name schon verrät wird an diesem Tag den Heiligen gedacht - den heiligen Menschen die bereits gestorben sind und der Blick wird auf die Vollendung, die allen Menschen bestimmt ist, gerichtet. Auch heute noch werden Kerzen angezündet, um den Heiligen und ihrer Taten zu gedenken. Sie sollen ein Vorbild für alle Christen sein und ihnen Hoffnung geben. Daher wird Allerheiligen auch das „stille Fest“ genannt. Die stillen Tage unterliegen gesetzlichem Schutz. Das heißt, dass an diesen Tagen laute Musik verboten ist und öffentliche Tanzveranstaltungen aus Rücksicht auf katholische Christen untersagt sind.

Aber keine Sorge: Ihr dürft bis um 3 Uhr nachts feiern.

Viele Menschen freuen sich vor allem über den Feiertag. Dieses Jahr fällt der freie Tag auf einen Donnerstag. Doch nicht in allen Bundesländern ist Allerheiligen auch wirklich ein Feiertag.

Wer hat an Allerheiligen frei?

Da Allerheiligen ein katholischer Feiertag ist, haben auch nur die Länder frei, in denen die Bevölkerung vorrangig katholisch ist. In Deutschland trifft dies nur auf fünf Bundesländer zu.

- Baden-Württemberg

- Bayern

- Nordrhein-Westfalen

- Rheinland-Pfalz

- Saarland

In allen anderen Bundesländern ist der 1. November ein ganz normaler Arbeitstag.

Reformationstag, Allerheiligen oder Halloween?

An den stillen Tagen wird jedoch nicht nur den Heiliggesprochenen gedacht. Am Tag danach, dem 2. November, wird mit dem Fest Allerseelen auch den verstorbenen Angehörigen gedacht. Somit sind die beiden ersten Tage im November zu einem Doppelfest verschmolzen und gedenken grundsätzlich allen Verstorbenen.

Der Reformationstag am 31. Oktober hat jedoch keine direkte Verbindung zu diesen Tagen. Die evangelischen Christen feiern an diesem Tag den Beginn der Reformation und damit Martin Luther. Dieser hämmerte an diesem Tag im Jahr 1517, also einen Tag vor Allerheiligen, die 95 Thesen an die Schlosskirche in Wittenberg.

Eng mit den Allerheiligen verbunden ist jedoch das Halloween-Fest. Der ursprünglich aus Irland stammende Brauch, wird jeher am Tag vor Allerheiligen gefeiert. Am Abend vor Allerheiligen zünden die Katholiken stets ein Licht an, um an ihre Verstorbenen zu gedenken. Der Name Halloween entstammt aus dem englischen „All hallows eve“ was übersetzt „Der Abend vor Allerheiligen“ heißt. Inzwischen verbreitet sich der Halloween-Brauch auch in Deutschland. Kinder verkleiden sich als Geister und Hexen und ziehen von Haus zu Haus um Süßigkeiten zu sammeln. Und auch für die erwachsenen Halloween-Fans gibt es immer mehr Veranstaltungen, die einen gruseligen Abend versprechen.

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