In Baden-Württemberg ist der erste Fall von Affenpocken nachgewiesen worden. Wie das Gesundheitsministerium in Stuttgart am Montag mitteilte, wird am Universitätsklinikum Freiburg seit Sonntagabend ein Patient aus dem Ortenaukreis mit einer entsprechenden Infektion stationär versorgt.

Allgemeines Infektionsrisiko für Bevölkerung derzeit gering

„Das allgemeine Infektionsrisiko für die Bevölkerung in Baden-Württemberg wird vom Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg derzeit als gering eingeschätzt“, sagte Sozial- und Gesundheitsminister Manne Lucha am Montag (23. Mai) in Stuttgart. „Dennoch dürfen wir das Affenpockenvirus nicht unterschätzen. Wir verfolgen die Situation im Land deshalb weiter sehr aufmerksam. Die Gesundheitsämter in Baden-Württemberg wurden bereits informiert und sind entsprechend sensibilisiert.“
Das Landesgesundheitsamt (Kompetenzzentrum Gesundheitsschutz) ist in engem Fachaustausch mit den anderen Behandlungs-und Kompetenzzentren für Krankheiten durch hochpathogene Erreger (STAKOB) und dem Robert-Koch-Institut (RKI). Der Bund hat heute angekündigt, mit dem RKI aktuelle Empfehlungen zu Isolation und Quarantäne zu erarbeiten.