Achtung giftig!: Diese Spinne erobert Deutschland – NRW besonders betroffen

Nosferatu-Spinne: Achtbeinig, haarig und ziemlich groß – diese giftige Spinne ist inzwischen in fast ganz Deutschland verbreitet.
Robert Pfeifle/NABU/dpaSie ist groß, schnell und plötzlich mitten im Wohnzimmer: Die Nosferatu-Spinne breitet sich in Deutschland rasant aus. Immer mehr Menschen begegnen ihr in Gärten, Kellern oder sogar auf dem Sofa. Doch wie gefährlich ist ihr Biss wirklich? Ist er giftig? Und warum fühlt sie sich plötzlich auch in unseren Wohnräumen wohl?
In diesem Artikel erfahren Sie alles Wichtige über die Nosferatu-Spinne, ihre Verbreitung und Gefährlichkeit.
Die Nosferatu-Spinne erobert Deutschland
Die ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammende Spinne fühlt sich dank Klimawandel und milden Wintern inzwischen auch in Deutschland wohl. Ihre Ausbreitung ist rasant: Allein im Herbst 2022 wurden über 25.000 neue Funde auf NABU-naturgucker.de gemeldet.
Bis letztes Jahr waren es rund 35.000 Meldungen von mehr als 20.000 Menschen. In Nordrhein-Westfalen kommt sie hauptsächlich entlang des Rheins und der Ruhr vor.
2 cm Körper & 5 cm Beinlänge: das ist die Nosferatu-Spinne
Mit bis zu 2 cm Körperlänge und einer Beinspannweite von 5 cm zählt sie zu den größten Spinnen in deutschen Haushalten. Ihr Äußeres erinnert an die Hauswinkelspinne – doch sie kann mehr: Dank spezieller Hafthaare klettert sie sogar an Glaswänden hoch.
Sie ist nachtaktiv und bevorzugt warme, trockene Orte. Deshalb trifft man sie häufig in Gärten, Schuppen, auf Balkonen oder direkt in Wohnungen an.
Mythos oder Realität: Ist die Nosferatu-Spinne giftig?
Die Nosferatu-Spinne gehört tatsächlich zu den wenigen in Deutschland vorkommenden Spinnenarten, deren Biss die menschliche Haut durchdringen kann. Das bedeutet: Wenn sie zubeißt, kann sie Schmerzen verursachen und kleine Verletzungen hinterlassen.
Obendrein ist der Biss der Nosferatu-Spinne auch giftig – aber selten gefährlich.
Die Symptome eines Bisses sind meist mit denen eines Wespenstichs vergleichbar:
- lokale Schmerzen
- Rötungen
- Schwellungen
Schwere allergische Reaktionen sind äußerst selten, können aber bei empfindlichen Personen auftreten, wie zum Beispiel bei einem Kölner im August 2024.
Der WDR berichtete über einen Fall, bei dem ein Mann von einer Nosferatu-Spinne gebissen wurde und aufgrund einer entstandenen Entzündung im Oberarm zweimal operiert werden musste.
Die Rolle der Spinne als natürlicher Schädlingsbekämpfer
So gruselig sie auch aussieht, die Nosferatu-Spinne ist auch ein natürlicher Schädlingsbekämpfer. Sie jagt Mücken, Fliegen und andere lästige Insekten – sogar in der Wohnung.