Achtung, Betrugsmasche!
: Volksbank-Kunden im Visier

Aktuell versuchen Betrüger, Kunden der Volksbank mit gefälschten E-Mails in die Falle zu locken. Davor warnt die Verbraucherzentrale in ihrem aktuellen Phishing-Radar.
Von
Lukas Böhl
Berlin
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Volksbank: ARCHIV - 25.06.2024, Baden-Württemberg, Stuttgart: Das Logo der Volksbank ist an einem Gebäude der Volksbank Stuttgart in der Innenstadt zu sehen. Kunden der deutschen Genossenschaftsbanken können künftig in Geschäften mit dem iPhone bezahlen, ohne Apple Pay in Anspruch nehmen zu müssen. (zu dpa: «Volksbanken ermöglichen iPhone-Zahlungen ohne Apple Pay») Foto: Marijan Murat/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Die Betrüger haben es auf Volksbank-Kunden abgesehen.

Marijan Murat/dpa

Die Täter verschicken E-Mails im Namen der Volksbank und fordern die Empfänger dazu auf, ihre Kontodaten zu aktualisieren. Als Begründung heißt es, das Online-Banking sei aus Sicherheitsgründen vorübergehend gesperrt worden.

So funktioniert die Masche

In den Mails behaupten die Betrüger, neue Sicherheitsvorkehrungen machten eine regelmäßige Aktualisierung der Kontoinformationen notwendig. Dies diene angeblich dem Schutz vor Geldwäsche und unbefugter Kontonutzung. Durch diese Darstellung und eine bewusst erzeugte Dringlichkeit sollen die Empfänger dazu gebracht werden, auf einen Link zu klicken. Der Link führt auf eine gefälschte Webseite, die der echten Internetseite der Bank ähnelt. Dort eingegebene Daten werden jedoch direkt von den Betrügern abgegriffen. Mit diesen Informationen können die Täter im schlimmsten Fall auf das Online-Banking zugreifen oder weiteren finanziellen Schaden anrichten.

Nicht reagieren, Mail löschen

Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) empfiehlt, solche E-Mails nicht zu beantworten, nicht auf enthaltene Links zu klicken und die Nachrichten als Spam zu markieren und zu löschen. Wer auf eine Phishing-Mail reagiert, signalisiert den Tätern, dass die E-Mail-Adresse aktiv ist, und erhöht das Risiko weiterer Betrugsversuche. Wer bereits persönliche Daten weitergegeben hat, sollte umgehend handeln. Auf der Internetseite des BSI finden Betroffene eine Checkliste für den Ernstfall sowie weitere Anlaufstellen, die bei einem möglichen Datendiebstahl unterstützen.

Wie erkennt man betrügerische Mails?

Betrügerische E-Mails lassen sich oft an mehreren Warnsignalen erkennen. Auffällig sind unpersönliche Anreden, Rechtschreibfehler oder ein hoher Zeitdruck, etwa durch angeblich gesperrte Konten. Banken und Behörden fordern niemals per E-Mail dazu auf, Passwörter einzugeben oder sensible Daten über einen Link zu ändern. Vorsicht ist auch bei Anhängen, QR-Codes und Absenderadressen geboten, die nur auf den ersten Blick seriös wirken. Im Zweifel gilt: nicht klicken, nichts öffnen, sondern die Echtheit der Nachricht über offizielle Kanäle selbst überprüfen. Zusätzlichen Schutz bieten Zwei-Faktor-Authentifizierung, aktuelle Sicherheitsupdates und aktivierte Virenschutzprogramme.