Abwasser - Kosten: In diesen Städten ist das Abwasser besonders teuer

Wieviel Sie für Ihr Abwasser bezahlen, hängt extrem vom Wohnort ab. Wenn Sie Pech haben, wird in Ihrer Stadt das Abwasser sehr teuer entsorgt. Hier gibt es den großen Preisvergleich.
Ralf HirschbergerFür die Entsorgung von Abwasser in Deutschland gelten höchst unterschiedliche Preise. Die Kosten variieren teils um etliche Hundert Euro pro Jahr. Das zeigt ein Preisvergleich für Abwasser der 100 größten Städte Deutschlands. Die Studie hat das Institut der deutschen Wirtschaft in Köln im Auftrag der Eigentümerschutzgemeinschaft Haus & Grund erstellt. Und das sind die Ergebnisse:
Wo ist das Abwasser in Deutschland besonders teuer?
Für die Untersuchung wurden die derzeit geltenden Gebührensatzung zugrunde gelegt. Als Berechnungsgrundlage wurde ein Musterhaushalt mit vier Personen und einer Grundstücksgröße von 200 Quadratmetern festgelegt. Und das sind die zehn teuersten Städte beim Abwasser:
- Bremerhaven: 747,73 Euro
- Moers: 766,80 Euro
- Saarbrücken: 777,03 Euro
- Leipzig: 778,03 Euro
- Wuppertal: 805,25 Euro
- Essen: 828,68 Euro
- Cottbus: 878,15 Euro
- Halle (Saale): 879,18
- Potsdam: 957,60 Euro
- Mönchengladbach: 985,15 Euro
In diesen Städten ist das Abwasser am billigsten
Und in diesen zehn Städten bezahlen die Einwohner besonders wenig für ihr Abwasser:
- Worms: 245,17 Euro
- Ludwigsburg: 287,93
- Hanau: 306,50 Euro
- Regensburg: 328,96
- Karlsruhe: 340,13 Euro
- Frankfurt am Main: 345,99 Euro
- Augsburg: 364,55 Euro
- Kaiserslautern: 365,55 Euro
- Tübingen: 369,16 Euro
- Freiburg im Breisgau: 382,19 Euro
Hier gibt es die komplette Liste der Abwasserpreise in den 100 größten deutschen Städten. Ulm findet sich mit 433,30 Euro auf Platz 28 der Studie.
Dr. Kai Warnecke, Präsident von haus & Grund zur Motivation der Studie: „Das Abwassergebührenranking 2023 soll der Stein des Anstoßes zu einer tiefergehenden Analyse in den jeweiligen Städten und Kommunen sein. Die hier vorliegende Untersuchung betrachtet ausschließlich die derzeit erhobenen Gebühren. Wie sie im Einzelnen zustande kommen, muss dann sinnvollerweise auf kommunaler Ebene erfolgen. Ansonsten haben die Verbraucher keine Möglichkeit, sich schnell und verlässlich über die Höhe ihrer individuellen Gebühren zu informieren und die eigenen Kosten mit anderen Städten zu vergleichen. Gerade in Anbetracht zuletzt massiv gestiegener Lebenskosten.“

