Abschreckung und Verteidigung: Verteidigungsminister der Nato-Staaten beenden Treffen in Brüssel

Während des Treffens der Nato-Verteidigungsminister am runden Tisch des Nordatlantikrats im NATO-Hauptquartier wird eine Schweigeminute für die Opfer des Erdbebens in der Türkei und in Syrien eingelegt.
Olivier Matthys, dpaAngesichts von Russlands Krieg gegen die Ukraine ist geplant, die Zahl der Soldaten in hoher Einsatzbereitschaft von 40 000 auf 300 000 zu erhöhen. Zudem soll vor allem an der Ostflanke die Luftverteidigung verbessert werden.
Weitere Themen sind gemeinsame Anstrengungen zum Ausbau der Waffen- und Munitionsbestände, die Entwicklung der Verteidigungsausgaben und mögliche Reaktionen auf die mutmaßliche Sabotage der Erdgasleitungen Nord Stream 1 und 2 in der Ostsee. Generalsekretär Jens Stoltenberg hatte bereits am Montag den Aufbau einer Koordinierungszelle für den zusätzlichen Schutz kritischer Infrastruktur unter Wasser angekündigt. Dazu werden neben Pipelines auch Datenkabel gezählt.
Bereits am Dienstagabend hatten die Verteidigungsminister mit ihrem ukrainischen Kollegen Olexij Resnikow über die aktuellen Entwicklungen im Krieg und weitere Unterstützungsmöglichkeiten der Nato beraten. Zudem tagte am Rande die US-geführte internationale Kontaktgruppe zur Koordinierung von Waffenlieferungen an die Ukraine.