Am Mittag ist bei Garmisch-Partenkirchen ein Regionalzug entgleist. Es gibt vier Tote und zahlreiche Verletzte. Das schwere Unglück sorgt auf den bayerischen Straßen, die wegen des Beginns der Pfingstferien ohnehin voll sind, für zusätzliche Behinderungen.
Zugunglück mit Toten und vielen Verletzten

Garmisch-Partenkirchen Zugunglück mit Toten und vielen Verletzten

Wegen des Zugunfalls ist die A95 in Richtung Süden zwischen Sindelsdorf und Eschenlohe auf einer Länge von etwa 18 Kilometern voll gesperrt. An der Ausfahrt Sindelsdorf werden sämtliche Fahrzeuge von der Autobahn abgeleitet. Ortskundige werden gebeten, das Gebiet weiträumig zu umfahren.

Bundesstraßen 2 und 23 sind blockiert

Die Bundesstraßen 2 und 23, die nahe der Bahnlinie verlaufen, sind ebenfalls gesperrt. „Wir können den Verkehr im Moment nicht in Richtung Garmisch-Partenkirchen laufen lassen, weil die Rettungskräfte auf der Straße sind“, sagte ein Polizeisprecher.

Staus auf der Autobahn 3, 7 und 8

Zu Beginn der Pfingstferien in Bayern hatte es auf den Fernstraßen im Freistaat ohnehin dichten Verkehr mit zahlreichen Staus gegeben. Das Informationsportal Bayerninfo der Straßenbehörden meldete am Freitagnachmittag insbesondere auf den üblichen Reiserouten wie den Autobahnen 3, 7 und 8 Behinderungen.
Auf dem Münchner Autobahnring gab es gleich an mehreren Stellen stockenden Verkehr oder Stau. Auch rund um die Ballungsräume Nürnberg und Regensburg mussten die Autofahrer Geduld haben.
Die erneute Blockabfertigung von Lastwagen durch Österreich an der Grenze bei Kufstein sorgte am Freitag ebenfalls auf der Inntalstrecke A93 für Wartezeiten nicht nur für die Lkw-Fahrer. Die durch die Blockabfertigung verursachten Behinderungen wirkten sich bis auf die A8 (München-Salzburg) aus.
Der ADAC rechnet damit, dass es rund um die Pfingsttage auf den Autobahnen viele Staus geben wird. Der Automobilclub vermutet, dass die Reiselust der Deutschen in diesem Jahr wieder so stark sein könnte wie vor Corona. Das 9-Euro-Ticket für den Nahverkehr entlaste die Straßen nicht, weil Ziele in Österreich, Italien und Kroatien weiter mit dem Auto angefahren würden, meinte ein ADAC-Sprecher.