Der Unterricht an baden-württembergischen und bayerischen Schulen hat schrittweise wieder begonnen. Doch was ist bisher bekannt zum Tragen von Mundschutz in den Schulen und vor allem in den Klassenzimmern?

In Baden-Württemberg gibt es keine Maskenpflicht im Unterricht

Nach sieben Wochen Lernen zu Hause findet erstmals wieder Präsenzunterricht für Schüler statt, die in der nächsten Zeit Prüfungen schreiben. Rund 330.000 Schüler durften an die Schulen zurückkehren. Im nächsten Schritt sollen die Viertklässler wieder zurückkommen. Ziel des Kultusministeriums ist es, dass alle 1,5 Millionen Schüler in Baden-Württemberg in diesem Schuljahr zumindest noch zeitweise Präsenzunterricht erhalten.

Der Schulbetrieb in Baden-Württemberg startete am Montag, 4. Mai – wie das Kultusministerium erklärt zunächst allerdings schrittweise und stark eingeschränkt. Der baden-württembergische Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) sagte, dass er eine Maskenpflicht im Unterricht nicht für sinnvoll halte. Wie er Kultusministerin Susanne Eisenmann (CDU) verstanden habe, werde es hier Abstandsregeln geben. Ob Masken vielleicht in den Pausen sinnvoll sein könnten, darüber werde er mit ihr reden.

Heidelberg jedoch hat die Maskenpflicht auch auf Schulen ausgeweitet. Seit dem 27. April werden die bereits für den Aufenthalt in öffentlichen Gebäuden in Heidelberg vorgeschriebenen Masken an die Schulen verteilt. Die Pflicht besteht für alle Schüler, Lehrer und sonstiges Personal, wie die Stadt weiter mitteilte.

Bayern: Keine Masken im Klassenzimmer notwendig

Für die Abschlussklassen ging es bereits am Montag, 27.04., zurück an die Schulen. Beim Start des Unterrichts nach der Corona-Pause müssen Bayerns Schüler in den Klassenzimmern keine Masken tragen. Dennoch kündigte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) Ende April an, dass das Ministerium allen Lehrern und möglichst auch allen Schülern Alltagsmasken zur Verfügung stelle, sofern diese keine haben.

Auch wenn es keine generelle Pflicht gebe, halte er Masken in bestimmten Situationen für angemessen, sagte Piazolo, etwa beim Ankommen im Schulgebäude oder beim Toilettengang. Ein Unterricht mit Masken sei kaum durchführbar – und auch nicht nötig: „Wir haben in den Schulen nun bewusst Bedingungen geschaffen, unter denen der Abstand eingehalten werden kann und soll und muss.“ Aus Sicherheitsgründen dürfen Lehrer über 60 Jahren zu Hause bleiben. Dies gilt auch für Schwangere sowie chronisch Kranke und Betroffene mit Vorerkrankungen.