30 Grad im Mai
: „Bis kommenden Sonntag werden wir eine heiße Phase haben“

Trotz eines kleinen Dämpfers wird es heiß bleiben. Heiße Luftmassen aus Afrika prägen das Wetter in ganz Mitteleuropa.
Von
Elisabeth Zoll
Frankfurt
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Sommerliches Wetter am Pfingstmontag: 25.05.2026, Brandenburg, Senftenberg: Am sommerlich warmen Pfingstmontag ist Susann ein Eis. Die Temperaturen in Südbrandenburg werden heute die 30-Grad-Marke nicht erreichen, die Sonne scheint aber ganztägig und es bleibt trocken. Foto: Frank Hammerschmidt/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Auch in den kommenden Tagen ist es wichtig, sich Abkühlung zu suchen.

Frank Hammerschmidt/dpa
  • Heiße Luft aus Afrika sorgt in Mitteleuropa für ungewöhnlich hohe Temperaturen.
  • Laut DWD-Meteorologe Thomas Schuster hält die Hitze mindestens bis kommenden Sonntag an.
  • Morgen kühlt es kurz ab, doch am Wochenende werden wieder etwa 33 Grad erwartet.
  • Ab Anfang kommender Woche ist wechselhafteres Wetter wahrscheinlich – etwa plus/minus 25 Grad.
  • Eine Bauernregel zu „Urban“ trifft wohl nicht zu, Regen gibt es derzeit vor allem in Norwegen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Das Aufatmen morgen wird nur kurzzeitig sein, da fallen die Temperaturen um wenige Grad.  „Doch zumindest bis kommenden Sonntag werden wir eine heiße Phase haben“, sagt Thomas Schuster, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst. Es gebe derzeit eine komplexe Verkettung der Atmosphären-Strömung. Die heiße Luftmasse aus Afrika komme unter starke Sonneneinstrahlung. Das führe zu den für Ende Mai ungewöhnlich hohen Temperaturen. Weil es über ganz Mitteleuropa derzeit keine nennenswerte Wolkenbildung gibt, werden fast überall Rekordwerte erreicht. Auch für das kommende Wochenende werden wieder Temperaturen um die 33 Grad erwartet.

Keine ganz gewöhnliche Lage

Das Phänomen ist auch für den Meteorologen „nicht alljährlich“. Allerdings seien um diese Jahreszeit 2005 schon einmal Spitzen von 35 Grad erreicht worden, in Stuttgart wurde 2017 Ende Mai sogar schon einmal die 37-Grad-Marke gebrochen. Ob eine solche Heißphase allerdings auch damals gleich eine ganze Woche gedauert habe, wusste auch der Meteorologe auf Anhieb nicht zu sagen.

Ab Anfang kommender Woche sei wieder mit wechselhafteren Temperaturen zu rechnen. Trotz eines kleinen Restrisikos, dass sich das gegenwärtige Hoch nicht vertreiben lässt. „Die meisten Wettermodelle gehen davon aus, dass wir uns dann wieder auf Normalwerte einpendeln werden“, so Schuster. Das wären dann plus/minus 25 Grad. Kühlt es ab Sonntag dann wieder ab, wäre eine Bauernregel für dieses Mal widerlegt. Diese besagt: „Wie sich das Wetter an Urban verhält, so ist’s noch 20 Tage bestellt.“ Der Gedenktag an den Heiligen Urban war am 25. Juni, also an Pflingstmontag.

Übrigens: Wer sich nach Regen sehnt, muss sich laut Schuster Richtung Norwegen auf den Weg machen. „Dorthin werden gerade unsere ganzen Tiefs abgedrängt.“ Dann doch lieber noch einige Tage Sonne.