3 Tage Streik bei der MVG
: Was fährt und was nicht?

In München wird der Nahverkehr von Dienstag bis Donnerstag bestreikt. Mit diesen Auswirkungen ist zu rechnen.
Von
Lukas Böhl
München
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Vor Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr - München: 30.01.2026, Bayern, München: Ein Fahrkartenentwerter steht an einer U-Bahn Haltestelle. Am Montag soll es bundesweit Warnstreiks im öffentlichen Nahverkehr geben. Foto: Sven Hoppe/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gleich an 3 Tagen wird die MVG bestreikt.

Sven Hoppe/dpa

Im Tarifkonflikt im öffentlichen Dienst hat die Gewerkschaft Verdi erneut zu Warnstreiks im Münchner Nahverkehr aufgerufen. Fahrgäste müssen sich von Dienstag, 17. März, bis in die Nacht auf Freitag, 20. März, auf Einschränkungen einstellen – allerdings in unterschiedlichem Ausmaß.

Dienstag: Fahrgastservice streikt

Am Dienstag richtet sich der Streikaufruf ausschließlich an Beschäftigte der MVG-Leitstelle sowie des Fahrgastservices. Das Fahrpersonal ist nicht betroffen. Das bedeutet konkret:

  • Bus und Tram: sollen voraussichtlich regulär fahren
  • U-Bahn: Betrieb startet wohl normal, im Tagesverlauf sind aber Einschränkungen möglich
  • S-Bahn und Regionalbusse: nicht vom Streik betroffen

Insgesamt dürfte der Nahverkehr am Dienstag weitgehend stabil laufen – kleinere Störungen, insbesondere bei der U-Bahn, sind jedoch nicht ausgeschlossen.

Mittwoch und Donnerstag: Netzweiter Streik

Deutlich gravierender sind die Auswirkungen ab Mittwoch. Verdi hat die Beschäftigten des kommunalen Nahverkehrs in München zu einem umfassenden Streik aufgerufen.

  • Beginn: Mittwoch, 18. März, ab 11 Uhr
  • Ende: Freitag, 20. März, 4 Uhr morgens

In diesem Zeitraum ist mit massiven Einschränkungen im gesamten MVG-Netz zu rechnen:

  • U-Bahn: stark eingeschränkt
  • Tram: stark eingeschränkt
  • Busse der MVG: stark eingeschränkt

Welche Linien tatsächlich fahren, kann sich im Tagesverlauf ändern. Ein verlässlicher Betrieb ist nicht gewährleistet.

So informieren sich Fahrgäste am besten

Die MVG empfiehlt, sich kurz vor Fahrtantritt über die aktuelle Lage zu informieren. Die zuverlässigsten Quellen sind:

  • „Aktuelle Störungen“ auf mvg.de Bereich
  • „Störungen“ in der MVGO-App

In der Verbindungsauskunft helfen farbliche Markierungen:

  • Grün: Fahrt planmäßig
  • Rot: verspätet
  • „Fällt aus“: Verbindung entfällt

Wichtig: Auch angezeigte Verbindungen sind nicht garantiert, da sich der Einsatz von Fahrzeugen laufend ändern kann.

Keine Erstattung bei Streik

Fahrgäste müssen außerdem beachten: Die MVG-Garantie greift im Streikfall nicht. Auch bei Zeitkarten oder Abonnements ist keine anteilige Erstattung vorgesehen.

Hintergrund: Tarifstreit ohne Einigung

Bereits in den vergangenen Wochen hatte Verdi mehrfach zu Warnstreiks aufgerufen. Eine Einigung mit den kommunalen Arbeitgebern steht weiterhin aus. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. März angesetzt. Bis dahin bleibt die Lage angespannt – und weitere Streiks sind nicht ausgeschlossen.