18 Jahre Gefängnis
: Mann zündet Böller in Vagina seiner Frau

Bei der Explosion des Feuerwerkskörpers erlitt das Opfer schwerste Verletzungen. Nun ist das Urteil in Tschechien gefallen.
Von
Christian Wille
Pilsen
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Ein Feuerwerkskörper wird entzündet. In Kinderhänden ist Pyrotechnik eher fragwürdig – vor allem, wenn Polizeibeamte mehr als 900 Stück im Kinderzimmer finden. Weil die Lage so unübersichtlich war, rückte der Kampfmittelbeseitigungsdienst an. Jetzt stand die Mutter vor Gericht. ⇥

ARCHIV - Ein Mann zündet einen Knallkörper der Klasse 2 am Dienstag (21.12.2010) in München (Oberbayern). Knallkörper der Klasse 2 dürfen nur von Personen ab 18 Jahren frei erworben werden. Der Psychologe Alfred Gebert hat erforscht, warum viele Männer zu lauten Böllern greifen und Frauen eher bunte Fontänen bevorzugen. Foto: Marc Müller (zu dpa-Meldung und Interview vom 28.12.2010) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Am 11.01.2012 von Ana Maria Borrero Martinez ins DESK 36837008 gestellt mit der Bemerkung:

Er sagt, es sei ein Unfall bei erotischen Spielen gewesen. Sie berichtet dagegen von einer Attacke und häufiger Gewalt durch ihren Ehemann.

Marc Müller, dpa
  • Tschechien: Ein Mann wurde wegen versuchten Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt.
  • Er steckte seiner Ehefrau einen Feuerwerkskörper in die Vagina und zündete ihn an.
  • Die Tat geschah im September 2023 in Pilsen – das Opfer überlebte dank Not-OP.
  • Laut Gericht fesselte er sie mit Klebeband; sie erlitt tiefste Wunden und starke Blutungen.
  • Er sprach von einem Unfall bei erotischem Spiel, doch Spurenbeseitigung belastete ihn.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Versuchter Mord statt Körperverletzung lautete das Urteil nach der bestialischen Tat eines Ehemannes. Der Ukrainer hatte einen Feuerwerkskörper in die Vagina seiner damaligen Ehefrau gesteckt und angezündet. Sie wurde schwerstverletzt und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Jetzt ist er in Tschechien zu 18 Jahren Haft mit verschärfter Bewachung verurteilt worden. Das Landgericht in Pilsen sprach den Angeklagten am Donnerstag des versuchten Mordes schuldig, wie die Agentur CTK berichtete.

Mann fesselt Ehefrau und zündet Böller in ihrer Vagina

Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass der Mann im September 2023 seine aus der Republik Moldau stammende Frau zunächst mit Klebeband fesselte und dann attackierte. Das Opfer erlitt bei der Explosion des Böllers schwerste Verletzungen. Die Frau blutete stark aus bis zu vier Zentimeter tiefen Wunden. Eine Notoperation durch Spezialisten im Universitätskrankenhaus in Pilsen rettete ihr das Leben.

Unfall oder Attacke? Opfer spricht von häufiger Gewalt

Der Verurteilte muss nach Verbüßung seiner Strafe zudem für zehn Jahre das Land verlassen. Er räumte vor Gericht ein, den Feuerwerkskörper gezündet zu haben, sprach dem Bericht zufolge aber von einem Unfall bei einem angeblichen erotischen Spiel. Die Frau sagte dagegen aus, sie sei von ihrem Mann häufig geschlagen worden und habe sich von ihm trennen wollen.

Mann beseitigt die Spuren der Böller-Attacke

Obwohl die Frau durch die Böller-Attacke schwere Blutungen erlitten hatte, rief der Mann nicht den Rettungsdienst. Er soll sie erst selbst ins Krankenhaus gebracht haben, nachdem er Beweismittel beseitigt und Blutspuren am Boden gereinigt hatte. Die kam belastend für den Verurteilten hinzu.

Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe von 21 Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte indes auf Körperverletzung. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

Mit Material von dpa.