18 Jahre Gefängnis: Mann zündet Böller in Vagina seiner Frau

Er sagt, es sei ein Unfall bei erotischen Spielen gewesen. Sie berichtet dagegen von einer Attacke und häufiger Gewalt durch ihren Ehemann.
Marc Müller, dpa- Tschechien: Ein Mann wurde wegen versuchten Mordes zu 18 Jahren Haft verurteilt.
- Er steckte seiner Ehefrau einen Feuerwerkskörper in die Vagina und zündete ihn an.
- Die Tat geschah im September 2023 in Pilsen – das Opfer überlebte dank Not-OP.
- Laut Gericht fesselte er sie mit Klebeband; sie erlitt tiefste Wunden und starke Blutungen.
- Er sprach von einem Unfall bei erotischem Spiel, doch Spurenbeseitigung belastete ihn.
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Versuchter Mord statt Körperverletzung lautete das Urteil nach der bestialischen Tat eines Ehemannes. Der Ukrainer hatte einen Feuerwerkskörper in die Vagina seiner damaligen Ehefrau gesteckt und angezündet. Sie wurde schwerstverletzt und konnte nur durch eine Notoperation gerettet werden. Jetzt ist er in Tschechien zu 18 Jahren Haft mit verschärfter Bewachung verurteilt worden. Das Landgericht in Pilsen sprach den Angeklagten am Donnerstag des versuchten Mordes schuldig, wie die Agentur CTK berichtete.
Mann fesselt Ehefrau und zündet Böller in ihrer Vagina
Die Richter sahen es demnach als erwiesen an, dass der Mann im September 2023 seine aus der Republik Moldau stammende Frau zunächst mit Klebeband fesselte und dann attackierte. Das Opfer erlitt bei der Explosion des Böllers schwerste Verletzungen. Die Frau blutete stark aus bis zu vier Zentimeter tiefen Wunden. Eine Notoperation durch Spezialisten im Universitätskrankenhaus in Pilsen rettete ihr das Leben.
Unfall oder Attacke? Opfer spricht von häufiger Gewalt
Der Verurteilte muss nach Verbüßung seiner Strafe zudem für zehn Jahre das Land verlassen. Er räumte vor Gericht ein, den Feuerwerkskörper gezündet zu haben, sprach dem Bericht zufolge aber von einem Unfall bei einem angeblichen erotischen Spiel. Die Frau sagte dagegen aus, sie sei von ihrem Mann häufig geschlagen worden und habe sich von ihm trennen wollen.
Mann beseitigt die Spuren der Böller-Attacke
Obwohl die Frau durch die Böller-Attacke schwere Blutungen erlitten hatte, rief der Mann nicht den Rettungsdienst. Er soll sie erst selbst ins Krankenhaus gebracht haben, nachdem er Beweismittel beseitigt und Blutspuren am Boden gereinigt hatte. Die kam belastend für den Verurteilten hinzu.
Die Staatsanwaltschaft hatte eine höhere Strafe von 21 Jahren Haft gefordert. Die Verteidigung plädierte indes auf Körperverletzung. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.
Mit Material von dpa.

