WC im Zug defekt
: Mann zieht Notbremse, weil er aufs Klo muss

Weil beide Toiletten in der Bahn außer Betrieb waren, hat sich ein Mann in Schwaben eine andere Lösung ausgedacht. Diese hat aber Folgen für den 62-Jährigen.
Von
Amelie Schröer
Donauwörth
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Gesperrte Toilette in einem Regionalzug: PRODUKTION - 13.05.2024, NA, Stuttgart: Ein Schild weist auf eine gesperrte Toilette im IRE zwischen Karlsruhe und Stuttgart hin. (zu dpa: «Kein Örtchen unterwegs - Zug-Toiletten oft gesperrt») Foto: Marco Krefting/Marco Krefting/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Weil das WC im Zug defekt war, er aber dringend auf die Toilette musste, betätigte ein 62-Jähriger im Landkreis Donau-Ries die Notbremse.

Marco Krefting/dpa

Am Mittwochabend (29.08.) trafen auf einer Zugfahrt im Landkreis Donau-Ries zwei unglückliche Zustände aufeinander: Ein 62 Jahre alter Mann musste unterwegs ziemlich dringend auf die Toilette. Leider waren beide stillen Örtchen in dem Zug, in dem sich der Mann befand, defekt.

Um sich nicht einzunässen, sah der Betroffene nur eine Lösung: die Notbremse. Laut Polizei zog er sie gegen kurz nach 17 Uhr gleich zweimal, sodass das Zugpersonal einen Notruf absetzte. Am Bahnhof in Donauwörth angekommen, wartete auf den Mann dann die böse Überraschung: Wegen Missbrauchs von Notrufen und Nothilfemitteln nahm die Polizei eine Strafanzeige gegen den 62-Jährigen auf und leiteten den Vorfall an die Bundespolizei weiter.

Ob und wenn ja, zu welchen Verzögerungen es im Bahnverkehr kam, wurde nicht bekannt. Auch nicht, ob der Mann rechtzeitig den Weg zur Toilette fand...