In Baden-Württemberg kann es am Montag, den 25.4.2022, zu Bus- und Zugausfällen im Öffentlichen Nahverkehr kommen. Grund dafür sind die von der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi angekündigten Warnstreiks.
Vor der vierten Verhandlungsrunde mit dem Arbeitgeberverband Deutsche Eisenbahnen e.V. (AGVDE) am Dienstag (26.4.22) in Fulda, kündigte die Gewerkschaft an für eine bessere Bezahlung der Bahnangestellten zu demonstrieren. Damit steigt vor den Gesprächen der Druck auf den Arbeitgeberverband.
Neben Baden-Württemberg sind, laut verdi-Presseinformation, in weiteren drei Bundesländern Aktionen geplant: In Schleswig-Holstein, Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen. Dort kann es zu Beeinträchtigungen im Öffentlichen Nahverkehr kommen.

Streik in Baden-Württemberg: Wann und wo stehen Busse und Bahnen still?

In Baden-Württemberg sind die Beschäftigten des Südwestdeutschen Landesverkehrs (SWEG) aufgerufen, am Montag ab 4.30 Uhr die Arbeit niederzulegen. Ganztägig wird vor allem in Lörrach, im Zollernablkreis, in Ulm und Heidenheim sowie im Rheintal mit Zug- und Busausfällen gerechnet.
Der zuständige Gewerkschaftssekretär in Baden-Württemberg Jan Bleckert betonte: „Tag für Tag bringen die Beschäftigten der SWEG Fahrgäste und auch Güter klimafreundlich und zuverlässig an ihr Ziel. Jetzt streiken sie für ein besseres Angebot, damit ihr Gehalt auch künftig bis zum Monatsende reicht.“

Warnstreiks bei der Bahn: Das fordert Verdi

Seit dem 24. Februar 2022 verhandeln die Parteien über ein Tarifergebnis. Für rund 6000 Beschäftigte, die unter den Eisenbahn-Tarifvertrag (ETV) fallen, fordert Verdi eine Lohnerhöhung von sieben Prozent. Von Arbeitgeberseite wurden zuletzt allerdings nur drei Prozent geboten. Das wurde von Ver.di-Verhandlungsführer Volker Nüsse vor den Verhandlungen scharf kritisiert: „Nach zwei Monaten Verhandlungen liegt noch immer kein vernünftiges Angebot auf dem Tisch. Jeden Monat steigen die Preise und auch der Druck auf die Beschäftigten und ihre Familien.“ Die Arbeitgeberseite müsse sich „endlich bewegen“, forderte er.
Bundesweit fallen etwa 40 Betriebe unter den Eisenbahn-Tarifvertrag. Diese betreiben mehrheitlich den Öffentlichen Personennahverkehr sowie den Schienengüterverkehr.
Auch Kitas bleiben aufgrund von Streiks in der kommenden Woche vielerorts geschlossen. Mehr Infos dazu gibt es im folgenden Artikel: