Wohnungsbau in Ulm: CDU will Bauen erleichtern
Die Fraktion macht Vorschläge, die den Wohnungsbau ankurbeln sollen. Auch Leerstand soll reduziert werden.

Das ehemalige Bahn-Grundstück in der Ulmer Neustadt ist eine der Flächen, auf der Wohnungen entstehen sollen.
Volkmar Könneke- CDU/UfA will den Wohnungsbau in Ulm beschleunigen – Bürokratie soll sinken.
- Stadt soll Potenziale prüfen: Übersicht zu geeigneten städtischen Grundstücken.
- breiterer Wohnungsmix statt Fokus auf Mehrfamilienhäusern, auch Reihen- und Einfamilienhäuser.
- Gestaltungsbeirat begrenzen oder abschaffen und Bauverpflichtungen strenger durchsetzen.
- Sozialquote bleibt bei 40 Prozent, aber auf 15 Jahre und erst ab 1000 qm – modulare Bauweise fördern.
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Ausreichenden und bezahlbaren Wohnraum zu schaffen, sei eine der drängendsten Aufgaben in Ulm, meint die CDU/UfA-Fraktion. Wohnungen fehlen und Mieten steigen, weshalb der Wohnungsbau mit möglichst vielen Mitteln angekurbelt werden müsse. In einem Antrag macht die Fraktion dazu Vorschläge. Bürokratische Hürden müssten abgebaut und Prozesse optimiert werden. Konkret fordert die CDU:
- eine Potenzialanalyse für freie Grundstücke. Die Stadtverwaltung soll eine Übersicht über sämtliche Grundstücke in städtischem Eigentum vorlegen, die für Wohnungsbau geeignet wären.
- ein breites Angebot an Wohntypen. Ulm soll sich nicht nur auf den Bau von Mehrfamilienhäusern fokussieren, sondern auch Reihen- und Kettenhäuser, Einfamilien- und Doppelhäuser zulassen.
- die Rolle des Gestaltungsbeirats neu zu definieren. Das Gremium aus externen Fachleuten, das besondere Bauvorhaben gestalterisch und städtebaulich beurteilt, soll entweder abgeschafft „oder auf wesentliche Einsatzfelder im Innenstadtbereich begrenzt“ werden.
- die konsequente Durchsetzung von Bauverpflichtungen und Fristen. Vertraglich vereinbarte Bauverpflichtungen müssten streng überwacht werden. Fristverlängerungen sollte es nur in begründeten Ausnahmefällen geben. „Andernfalls erfolgt die Neuvergabe an nachplatzierte Bewerber aus dem ursprünglichen Vergabeverfahren“, fordert die CDU/UfA.
Sozialquote soll reformiert werden, fordert die CDU
- reduzierte Ausschreibungskriterien. Um Baukosten zu senken und Verfahren zu beschleunigen, sollte der Ausschreibungskatalog auf wenige Kriterien beschränkt werden. Neu-Ulm beispielsweise habe oft nur 10 bis 15 Kriterien, Ulm dagegen „oftmals rund 50 Punkte“.
- modulares Bauen fördern. Es sei kosteneffizient und schnell und sollte bereits in der Planungsphase beim Zuschnitt der Grundstücke mitgedacht werden.
- Sozialquote anpassen. An der vom Gemeinderat beschlossenen Sozialquote von 40 Prozent bei größeren Wohnbauvorhaben will die CDU/UfA-Fraktion nicht rütteln. Die Sozialquote soll für jedes Bauvorhaben aber auf 15 Jahre begrenzt werden, da eine längere Festlegung Investitionen behindere. Die Sozialquote soll außerdem statt wie derzeit bei Bauvorhaben ab 700 Quadratmetern erst ab 1000 Quadratmetern greifen.
- Leerstand reduzieren. Um leerstehende Wohnungen in die Vermietung zu bringen, soll die Stadt Anreize für Eigentümer schaffen.

