Wilhelmsburg in Ulm: Im Sommer 2027 soll es einen „Open Tower light“ geben

Im Sommer – zumindest bei schönem Wetter – ein beliebter Treffpunkt: die Wilhelmsburg, im Hintergrund der Kehlturm.
Volkmar Könneke- „Open Tower light“ kehrt 2027 in den Kehlturm der Wilhelmsburg zurück.
- Anlass ist der zehnte Geburtstag von „Stürmt die Burg“ – Laufzeit 29. Juli bis 14. August 2027.
- Baubeschluss erfolgt nicht vor Mai 2027, Arbeiten starten erst im Herbst.
- 57 Prozent der Teilnehmenden wollen dauerhaft Zimmer mieten, 43 Prozent sind offen.
- Stadt und Nutzer wünschen bessere Ausstattung, ÖPNV-Anbindung und Gastronomie.
Die Zusammenfassung wurde von einer generativen künstlichen Intelligenz erstellt.
Rund 22.000 Menschen kamen diesen Sommer zu „Stürmt die Burg“: ein neuer Rekord und weit mehr als in der bisherigen Spitzensaison 2024. Was die beiden Jahrgänge verband, war das heiße Wetter – und der „Open Tower“. Nun steht endgültig fest, dass es 2027 wieder Kunst, Kunsthandwerk und Wissenschaft im Kehlturm der Wilhelmsburg geben wird – allerdings in einer etwas abgespeckten Version. Das kündigte Moritz Gombert, Projektleiter der Ulmer Sanierungstreuhand, im Kulturausschuss des Ulmer Gemeinderats an.
Möglich wird die diesmal eher spontan angesetzte Neuauflage dadurch, dass nicht vor Mai 2027 der Baubeschluss für die weiteren Arbeiten am Turm erfolgen soll, also erst im Herbst mit diesen begonnen werden kann. Der „Open Tower light“ im kommenden Jahr soll zudem ein Beitrag zum zehnten Geburtstag von „Stürmt die Burg“ sein: 2017 gab es auf der Zitadelle erstmals ein Kulturprogramm.
Großes Interesse seitens der Nutzer
Die Organisatoren sehen die dritte Ausgabe vom 29. Juli bis zum 14. August 2027 als Chance, weitere Erfahrungen für die künftige Nutzung des Gemäuers zu sammeln. An dieser besteht offenbar großes Interesse: 57 Prozent der Teilnehmenden in diesem Jahr können sich laut einer Befragung vorstellen, dauerhaft eines der Zimmer zu mieten, die restlichen 43 Prozent machen dies von den Rahmenbedingungen abhängig. Ab dem 1. Januar 2027 besteht die Möglichkeit, Verträge zur Zwischennutzung bis zum Baubeginn abzuschließen. Ende 2028 soll der Turm dann endgültig bezugsfertig sein und der Stadt Mieteinnahmen bringen.
Ein paar Wünsche für die Zukunft haben die möglichen Turm-Nutzer schon hinterlegt: Sie wünschen sich etwa bessere Befestigungsmöglichkeiten in dem Denkmal, mehr Steckdosen oder Wasseranschlüsse auf allen Etagen. Sie erhoffen sich auch eine bessere ÖPNV-Anbindung der Burg und zusätzliche Parkmöglichkeiten; für beides wird laut Bürgermeisterin Iris Mann an einer Lösung über die Stuttgarter Straße (Friedhof) gearbeitet.
Schon vor dem „Open Tower“ in diesem Jahr war laut Anna Scheible von der städtischen Kulturabteilung vor Ort einiges verbessert worden, so wurden Brandschutztüren eingebaut und ein stabiles WLAN eingerichtet.
Auch seitens der Stadt gibt es Wünsche an die Nutzer der Zukunft: „Wir wollen in den Community-Aufbau gehen“, sagt Scheible. Die künftigen Mieterinnen und Mieter sollen den Kehlturm zur Entlastung der Verwaltung möglichst selbst verwalten, etwa über einen Verein, und gerne auch selbst ein gastronomisches Angebot schaffen. Ohne dürfte es schwierig sein, Publikum zum Besuch auf der Festung zu motivieren, zumindest im Sommer. Vom Winter in dem alten Gemäuer ganz zu schweigen.


