Wespen im Schlafzimmer
: Abzocke bei Schädlingsbekämpfung

Bewohner im Stadtviertel Regglisweiler beauftragten am Dienstag einen Kammerjäger, weil sie Wespen im Schlafzimmer hatten.
Von
Uwe Keuerleber
Dietenheim
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Ein kleines Wespen-Nest: ARCHIV - 19.06.2019, Brandenburg, Sieversdorf: Für den Fall von wiederkehrenden Wespennestern lohnt es sich, den Versicherungsschutz zu prüfen und gegebenenfalls um eine passende Klausel zu erweitern. (zu dpa: «Kinder bei Wandertag von Wespen gestochen») Foto: Patrick Pleul/dpa/dpa-tmn +++ dpa-Bildfunk +++

Die Polizei rät, Kammerjäger sorgfältig zu prüfen und auf seriöse Firmen zurückzugreifen.

Patrick Pleul/dpa-tmn/dpa
  • Betrug bei Schädlingsbekämpfung in Regglisweiler: Wespenproblem kostete Bewohner 650 Euro.
  • Unseriöses Team ohne Schutzkleidung und Material arbeitete nur 30 Minuten – Öffnungen blieben offen.
  • Polizei Dietenheim ermittelt wegen Betrugs – Geld wurde bar und widerwillig mit Rechnung angenommen.
  • Polizei rät: Anbieter mit regionaler Festnetznummer wählen, Impressum prüfen, nicht vor Ort zahlen.
  • Zweifel? Polizei kontaktieren – unseriöse Anbieter nicht unter Druck entscheiden lassen.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Dienstag (12.8.) beauftragten die Bewohner eine Firma über eine im Internet gefundene Handynummer, um Wespen im Schlafzimmer zu bekämpfen. Kurz vor dem vereinbarten Termin erschienen jedoch eine Frau und zwei Männer unangemeldet an der Haustür.

In einer etwa 30-minütigen Aktion gaben die Männer an, Öffnungen im Schlafzimmer abgedichtet zu haben, um die Wespen fernzuhalten. Die Hausbewohner stellten später jedoch fest, dass weder Schutzkleidung noch Arbeitsgeräte oder Materialien zum Einsatz kamen. Dennoch verlangte die Frau für die angebliche Leistung einen Betrag von rund 650 Euro – ein Vielfaches des üblichen Preises.

Laut Angaben der Polizei Dietenheim, die nun wegen Betrugs ermittelt, wurden die Öffnungen offenbar gar nicht verschlossen. Das Geld wurde bar und erst nach widerwilliger Rechnungsausstellung entgegengenommen. Der Geschädigte erstattete am Folgetag Anzeige, nachdem er über Nacht Zweifel an der Echtheit der Arbeiten hatte.

Vorsicht vor Betrug

Die Polizei rät in solchen Fällen:

- Achten Sie bei der Auswahl eines Anbieters darauf, dass dieser eine Festnetznummer aus Ihrer Region angibt. Verzichten Sie auf Dienstleister, die nur über eine 0800- oder Handynummer erreichbar sind.

- Wenn Sie online recherchieren, werfen Sie einen Blick ins Impressum der Website. So erkennen Sie, ob der Anbieter tatsächlich aus Ihrer Nähe kommt.

- Zahlen Sie nicht direkt vor Ort. Sie haben das Recht, die Rechnung zu überprüfen, bevor Sie etwas begleichen.

- Zögern Sie nicht, im Zweifelsfall die Polizei einzuschalten - vor allem, wenn Ihnen etwas unseriös erscheint. Lassen Sie sich nicht unter Druck setzen.