Beinahe heimlich kommt der Weihnachtsbaum auf den Münsterplatz angerollt, während die letzten Marktstände abgebaut werden. Es tummeln sich bereits ein paar Schaulustige an diesem windigen Nachmittag. Sie sind eher zufällig hier sind. „Was ist denn hier los?“, fragt eine Frau im Vorbeigehen. Auf die Antwort, dass der Baum aufgestellt werde, nickt sie und zieht ihrer Wege.
Feuerwehr und Stadtwerke sind währenddessen mit den letzten Vorbereitungen beschäftigt. Um Punkt 15 Uhr hebt der Kran den Baum an. Im Hintergrund erschallen – als wäre es so geplant gewesen – die Glocken des Münsters.

18.000 Lichter leuchten am Weihnachtsbaum in Ulm

Der Baum in diesem Jahr ist eine 17 Meter hohe Serbische Fichte. Er ist 70 Jahre alt und stand bisher in der Nähe der Schönstatt Kapelle. Am Freitag, 11. November, wird der Baum mit 18.000 LED-Leuchten geschmückt. Die Lichterkette ist ein Symbol für die Benefiz-Aktion „Lichter der Nächstenliebe“ des Vereins „4 Clubs – eine Initiative“.
Gemeinsam mit der lebendigen Krippe bildet der Weihnachtsbaum den Mittelpunkt des Ulmer Weihnachtsmarkts. Dieser beginnt am 21. November und kann täglich bis zum 22. Dezember von 10 bis 20.30 Uhr besucht werden.