Waffenhersteller in Ulm: Aktivisten kleben sich fest und blockieren Zufahrt bei Elbit Systems

Rund 30 Personen demonstrieren vor Elbit Systems in Ulm.
Pressemitteilung der Aktivisten- Rund 30 Aktivisten blockieren Zufahrt zum Ulmer Standort von Elbit Systems.
- Forderung: Schließung aller deutschen Standorte des israelischen Rüstungskonzerns.
- Elbit Systems liefert an das israelische Militär, in Ulm werden Funkgeräte produziert.
- Einige Teilnehmer klebten sich fest, Polizei und Stadtverwaltung im Einsatz vor Ort.
- Protestaktion Teil der Kampagne „Shut Elbit Down“, zuvor ähnliche Aktionen in der Region.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Rund 30 Aktivistinnen und Aktivisten haben am Freitagmorgen vor dem Ulmer Produktionsstandorts von Elbit Systems protestiert. Die Demonstranten fordern eine Schließung aller Standorte des israelischen Waffenherstellers in Deutschland. Das israelische Unternehmen hatte 2007 auch die Ulmer „Telefunken Racoms“ übernommen. Nach wie vor werden in Ulm vor allem Funkgeräte hergestellt.
Gruppe fordert Schließung von Elbit Systems
„Wir wollen, dass Elbit Systems aus Ulm, Koblenz und Berlin – aus Deutschland – verschwindet“, heißt es in der Mitteilung zur Kampagne „Shut Elbit Down“. Elbit System sei ein Hauptlieferant des israelischen Militärs. Die Gruppe fordert auch von der Regierung, Israel nicht mehr zu unterstützen – weder politisch noch mit Waffen. Die Gruppe hat bereits mehrere Protestaktionen in Ulm durchgeführt – auch gegen weitere Rüstungskonzerne mit Standorten in der Region.
Aktivisten kleben sich fest
Die Polizei Ulm bestätigt den Einsatz am Freitagmorgen. Ab 7.30 Uhr waren mehrere Streifen vor Ort. Mit Sprechchören und Bannern machten die Aktivistinnen und Aktivisten auf sich aufmerksam, einige hätten sich auch festgeklebt. „Sie blockieren eine Zufahrt“, sagte der Sprecher am Morgen. Dass Klebstoff zum Einsatz kommen würde, um den Zugang zu blockieren, steht auch in der Pressemitteilung der Aktivisten-Gruppe.
Auch die Stadt Ulm war als zuständige Behörde für Versammlungen vor Ort, berichtet der Sprecher der Polizei. Die Versammlung sei spontan und nicht angemeldet gewesen, bestätigt die Stadt Ulm. Dennoch sei die Aktion vom Versammlungsrecht gedeckt gewesen, weshalb die Behörde die Gruppe gewähren ließ. Die Demo habe sich anschließend freiwillig aufgelöst.

