Vortrag zum geheimen Tierleben
: „Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“

Ein Leben im Verborgenen führen Eulen. Darüber hält ein Naturfotograf am 23. Januar einen faszinierenden Vortrag in Bellenberg.
Von
Karin Mitschang
Kreis Neu-Ulm
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Eine Schleiereule hat den Fotografen entdeckt.

Eine Schleiereule hat den Fotografen entdeckt.

Thomas Muth
  • Naturfotograf Thomas Muth hält am 23. Januar in Bellenberg einen Vortrag über Eulen.
  • Thema: "Eulen – Ein Leben im Verborgenen"; Früher galten Eulen als Weisheitsvögel, später als Hexenvögel.
  • Vortrag über heimische Eulenarten wie Uhu, Waldkauz, Schleiereule und Steinkauz.
  • Eulen sind vorwiegend nachtaktiv, einige Arten auch tagaktiv.
  • Eintritt frei, Veranstaltung in der Sportgaststätte Bellenberg, Beginn um 19 Uhr.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Der Titel eines Referats von Naturfotograf Thomas Muth in Bellenberg lautet „Eulen – Ein Leben im Verborgenen“. Er erinnert so kurz nach dem Tod des Regisseurs für rätselhaft Alptraumhaftes, David Lynch, manchen fast an dessen „Twin Peaks“. In der 90er-Jahre-Kultserie fällt der rätselhafte Satz „Die Eulen sind nicht, was sie scheinen“ des Öfteren. Das tremolierende „huuuuuuu-huhuhuhuuu“ fasziniert seit jeher. Während Eulen in der Antike als Vögel der Weisheit galten, hat man sie im Mittelalter als Hexen- oder Teufelsvögel verfolgt.

Der Vortrag bei der Kreisgruppe Neu-Ulm des Landesbunds für Vogel- und Naturschutz am Donnerstag, 23. Januar, in der Sportgaststätte Bellenberg (19 Uhr, Eintritt frei) klärt auch auf. Denn im Verborgenen leben in Deutschland heimische Eulenvögel, weil sie vor allem nachts oder in der Dämmerung aktiv sind. Ob Uhu, Waldkauz, Zwergohr- und Waldohreule in Langenau, oder auch die bekanntere Schleiereule und der Steinkauz: Sie alle führen ein eher heimliches Leben.

Wobei Muth sagt: „Bei Eulen gibt es nichts, was es nicht gibt.“ Auch völlig untypisches oder in der Literatur nicht beschriebenes Verhalten hat der Bihlafinger schon beobachten können. Sperlingskauz und Sumpfohreule sind beispielsweise tagaktiv, und der Naturfotograf hat die Greifvögel schon in Obstbäumen auf Wiesen brüten sehen, die dort eigentlich nichts verloren haben.

Gesichtskirmes vom Feinsten

Ihn hat die heimische Natur schon als Kind in ihren Bann gezogen. Nach vielen Ausflügen mit dem Feldstecher begann er mit 16 Jahren mit dem Fotografieren. Wer das Verhalten der Tiere verstehen lernt, wird diese auch eher schützen wollen. Der sieht ein, warum fürs Neubaugebiet vorab eine Eulenzählung viel Sinn ergibt. Zu mehr Tierschutz animiert auch die wahrlich kauzige Gesichtskirmes der Tiere, wenn die kugelig geplusterten Gefiederten etwa auf einem Ast ruhen und ein Auge zukneifen. Knuffig!