Verstoß gegen Jagdgesetz
: Drei Hunde jagen Reh und töten es

Der Besitzer der Tiere will von dem Vorfall bei Vöhringen nichts mitbekommen haben. Die Polizei ermittelt.
Von
Helga Mäckle
Vöhringen
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Ein freilaufender Hund ist Stress für das Wild: Jäger Jörg Alisch appelliert an Hundebesitzer, die Vierbeiner anzuleinen.

Eine generelle Leinenpflicht gibt es in Bayern zwar nicht, aber natürlich sind Hundehalter dafür verantwortlich, dass ihre Vierbeiner nicht jagen (Symbolbild).

Karl Dichtler

Zwei Golden Retriever und ein Rottweiler haben am Sonntagvormittag (6.10.) bei Vöhringen ein Reh gerissen. Wie das Polizeipräsidium Schwaben Süd-West mitteilt, hatten zwei Zeugen im Bereich des Tiefenbacher Weges drei freilaufende Hunde beobachtet, die das Reh zunächst jagten und in einer Wiese schließlich töteten.

Von Leine losgerissen?

Die Zeugen beobachteten auch, dass ein zunächst unbekannter Mann die drei Hunde kurze Zeit später in ein Auto lud. Sie merkten sich das Kennzeichen, mit dessen Hilfe die Polizei schließlich den Verantwortlichen ermitteln konnte. Laut Polizei handelt es sich um einen 53-jährigen Mann, der gegenüber den Beamten angab, dass seine Hunde zum Zeitpunkt, als sie das Reh rissen, nicht in seinem Einwirkungsbereich gewesen seien. Vielmehr sei er beim Pilze-Sammeln gewesen, und die beiden Retriever und der Rottweiler hätten sich von der Leine losgerissen, als sie das flüchtende Reh sahen. Die Ermittlungen dauern noch an.

Eine Ordnungswidrigkeit

Die Polizei informierte auch den Jagdpächter für das Gebiet, der sich um das tote Reh kümmerte. Gegen den Hundehalter wird nun wegen eines Verstoßes gegen das bayerische Jagdgesetz ermittelt. Wie eine Polizeisprecherin auf Nachfrage sagte, handelt es sich dabei um eine Ordnungswidrigkeit, die vom Landratsamt Neu-Ulm geahndet wird.