30.000 Euro Finderlohn!: Familie des vermissten Recep G. aus Ulm mit verzweifelter Aktion

Die Polizei Ulm sucht weiterhin nach dem 32-jährigen Recep G. aus Ulm.(Hinweis: Das Bild ist in der Artikelvorschau aus Datenschutzgründen verpixelt!)
Foto: Landeskriminalamt (LKA)Zuletzt wurde Recep G. am Abend des 23. Dezembers gegen 22 Uhr in einer Ulmer Shishabar gesehen. Seitdem fehlt von ihm weiterhin jede Spur – obwohl die Polizei seit dem 9. Januar eine Beschreibung und Fotos von dem 32-Jährigen veröffentlicht hatte. Auch Taucher suchten in der Blau nach dem Mann, um ein Unglück an dem Fluss auszuschließen.
Die Familie ist so verzweifelt, dass es immer noch keine Spur von dem Vermissten gibt, dass sie nun einen „Finderlohn“ in Höhe von 30.000 Euro ausgelobt hat. Wer Recep G. „unversehrt“ an seine Angehörigen übergeben könne, erhalte diese Summe.
„Finderlohn“ für Recep G. nicht mit Polizei abgesprochen
Zu der unüblichen Vorgehensweise für einen Menschen, statt wie sonst für einen verlorenen Gegenstand, einen Finderlohn auszuloben sagt Steffen Maier, Pressesprecher der Ulmer Polizei: Dieser „Finderlohn“ habe rein gar nichts mit der Polizei zu tun „und ist auch nicht mit uns abgesprochen worden, sondern alleinige Sache der Familie“. Mit anderen Worten: Es liege in den Händen der Familie, ob sie diese Belohnung ausschreibe oder nicht und ob und wann sie diese Belohnung auszahle.
Nach Worten der Familie erfolgt die Bezahlung nur „bei unversehrter Übergabe“. Was genau damit gemeint ist, könne die Polizei nicht sagen, geschweige denn interpretieren. Auf Instagram schreibt die Familie noch: „Falls du Hinweise zum Aufenthaltsort hast, bitte die Polizei kontaktieren“ – oder die auf Instagram genannten Personen. Wer ihn sieht, solle eine Videoaufnahme machen und schicken, „damit wir bestätigen können, dass es sich um Recep handelt“.
Bislang keine neuen Hinweise
Gibt es seitens der Polizei neue Erkenntnisse? Dazu Maier: „Aufgrund der Öffentlichkeitsfahndung und der bisherigen Ermittlungen gingen keine neuen Hinweise oder Anhaltspunkte ein“. Es bestehe nach wie vor der Verdacht, dass dem Vermissten etwas zugestoßen sein könnte oder er sich in einer hilflosen Lage befindet. Die Polizei ermittle in alle Richtungen.
Die Polizei Ulm hatte seit 9. Januar in den sozialen Medien um die Mithilfe bei der Suche nach dem 32-Jährigen aus Ulm gebeten. So wird Recep G. beschrieben: Er ist 1,70 Meter groß, hat eine schlanke Figur, eine Glatze und einen schwarzen Vollbart. Am Tag seines Verschwindens trug er vermutlich schwarze Schuhe, blaue Jeans, eine grün/graue Jacke, einen schwarzen Pullover und eine schwarze Basecap mit der weißen Aufschrift „SHRDD“.
Die Polizei fragt auch jetzt wieder: Wer hat Recep G. gesehen? Wer weiß, wo er sich aufhält? Wer kann sonstige Hinweise geben? Sachdienliche Hinweise nimmt das Polizeipräsidium Ulm unter Tel. (0731) 18 80 entgegen.