Ulm: Verkehrsminister: Nicht auf Stuttgart 21 warten

Bahn-Projektleiter Dr. Stefan Kielbassa (roter Helm) erläutert Verkehrsminister Winfried Hermann (neben ihm) die Vorgehensweise beim Umgang mit Karstspalten. Im Bereich der Bahnhof-Baustelle gibt es viele, eine wurde kurz zuvor mit Beton gefüllt (rechts).⇥
Joachim StriebelDie Bahn-Neubaustrecke Wendlingen–Ulm und der Bahnhof Merklingen werden rund drei Jahre früher fertig sein als Stuttgart 21. „Wir sind gut in der Zeit“, hat der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann (Grüne) gestern bei einem Besuch auf der Bahnhof-Baustelle in Merklingen gesagt. „Wir werden den Bahnhalt nicht so stehen lassen“, sagte Hermann. „Das gilt auch für die Strecke.“ Es werden Züge rollen, „aber es wird sicherlich noch keinen Vollverkehr geben“, sagte der Minister vor Bürgermeistern aus den Mitgliedsgemeinden des Verbands Region Schwäbische Alb. Er verwies auf den Engpass der eingleisigen Anbindung in der so genannten „Wendlinger Kurve“. Manfred Leger, Geschäftsführer der DB Projekt Stuttgart–Ulm GmbH, ist guter Dinge, dort eine praktikable Lösung zu finden.