Verkehrskontrolle bei Elchingen: Lenkzeit überschritten: Lkw-Fahrer nutzt zwei Fahrerkarten

Sonntags gilt in Deutschland für Lastwagen ein Fahrverbot, nur, wer verderbliche Waren transportiert, darf trotzdem unterwegs sein.
Jonas Güttler/dpaDer Termindruck, unter dem Lastwagenfahrer stehen, ist immens: Sie müssen rechtzeitig am Zielort sein, sonst droht Ärger. Das dürfte auch der Grund sein, warum ein 31-jähriger Lkw-Fahrer aus der Türkei zu einem illegalen Mittel gegriffen hat.
Wie die Polizei mitteilt, führten Beamte der „Schwerverkehrskontrollgruppe“ der Verkehrspolizei Günzburg auf der A8 am Autobahnkreuz Ulm/Elchingen eine Kontrolle durch – am Sonntagvormittag (6.10.), und in Deutschland gilt bekanntermaßen ein Sonntagsfahrverbot für Lkw über 7,5 Tonnen, außer sie transportieren verderbliche Waren wie Milch, Fleisch oder andere Lebensmittel.
Fahrer verwickelt sich in Widersprüche
Im Rahmen dieser Kontrolle zogen die Beamten auch den türkischen Lastwagen heraus und kontrollierten die Lenkzeiten des Berufskraftfahrers. Sie stellten dabei fest, dass angeblich für zwei Tage während der laufenden Tour eine andere Person gefahren sein soll. „Da der Fahrer sich immer mehr in Widersprüche verwickelte, durchsuchten die Beamten den Lkw und fanden eine Fahrerkarte vor, die eben auf den Namen des angeblichen Fahrers ausgestellt war“, schreibt die Polizei in ihrer Mitteilung.
Damit konfrontiert gab der 31-Jährige demnach zu, dass er diese zweite Karte nutzte, um damit eine ordnungsgemäße wöchentliche Ruhezeit nachweisen, besser gesagt vortäuschen, zu können. Die Pause musste er selbstredend nachholen, zudem eine Sicherheitsleistung hinterlegen „wegen der Fälschung beweiserheblicher Daten“ im unteren vierstelligen Bereich. Nach 24 Stunden durfte er dann weiterfahren.
