Vereine in Ulm
: Neuer Vorsitz beim VfB Ulm: Michael Schmidle folgt auf Bertram Holz

Verein steht nach Schwächung durch Corona wieder auf soliden finanziellen Beinen. Wie es mit dem neuen Sportvereinszentrum weitergeht.
Von
Carolin Stüwe
Ulm
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Der neue VfB Ulm Vorstand (von links): Achim Schulz (Rechtsreferent), Patrick Schönthaler (IT-Beauftragter), Holger Pluskat (stellv. Vorsitzender), Michael Schmidle (Vorsitzender), Roland Will (stellv. Vorsitzender), Annette Schmidt (Öffentlichkeitsarbeit), Robert Maier (Finanzreferent). Nicht auf dem Foto: Mareike Güler (Schriftführerin).⇥

VfB Ulm

Der VfB Ulm hat einen neuen Vorsitzenden: Michael Schmidle wurde bei der Mitgliederversammlung einstimmig zum Nachfolger des bisherigen Vorsitzenden Bertram Holz gewählt. Als einer seiner beiden Stellvertreter kam Holger Pluskat als Nachfolger von Uli Scheitenberger in den Vorstand. Zudem nahm die Mitgliederversammlung die vorgelegte Vorplanung zum Bau eines Sportvereinszentrums auf dem Vereinsgelände am Eselsberg einstimmig an „und beauftragte den Vorstand, die Umsetzung auszuloten“, berichtet Pressesprecherin Annette Schmidt.

Der 44–jährige Michael Schmidle ist seit dem Tag seiner Geburt Mitglied beim VfB Ulm. Er war zuletzt im Vorstand als technischer Leiter des Vereins tätig, hat aber bereits viele ehrenamtliche Funktionen im VfB Ulm erfüllt, etwa als Gesamtjugendleiter und als Abteilungsleiter Ski. Schmidle spielt Fußball, Tennis und ist Skilehrer, „und er war der einzige Kandidat für den VfB–Chefposten“, heißt es. Beruflich ist er in der Bau– und Immobilienbranche selbstständig tätig.

VfB hat sich stark engagiert auf dem Eselsberg

Nach seiner Wahl erklärte Schmidle: „Ich freue mich sehr auf die neue Aufgabe und über euer Vertrauen. Wir werden den VfB Ulm gemeinsam mit einem starken Führungsteam weiter nach vorne bringen und insbesondere die Planungen zum neuen Sportvereinszentrum zügig umsetzen.“

In seinem Rechenschaftsbericht zum abgelaufenen Vereinsjahr betonte der scheidende Vereinschef Holz, dass der Verein nach einer Schwächung durch Corona wieder „auf soliden finanziellen und strukturellen Beinen“ stehe. Der VfB Ulm habe sich seitdem intensiv im gesellschaftlichen Leben eingebracht, etwa beim Eselsbergfest und dem Gäukinderturnfest. Holz hatte vor der Mitgliederversammlung im Verein erklärt, er werde sich — ebenso wie sein Stellvertreter Uli Scheitenberger — nicht wieder zur Wahl stellen. Beide sind im Ruhestand und wollen mehr Zeit für ihre Familien haben.

In vier Jahren schuldenfrei?

Finanzreferent Robert Maier hatte erfreuliche Nachrichten zur Kassenlage des Sportvereins: Er prognostizierte, dass der VfB Ulm in vier Jahren schuldenfrei sein werde: „Finanziell gehen wir derzeit durch herausfordernde Zeiten. Aber insgesamt hat sich der Verein finanziell sehr gut entwickelt.“ Allerdings: Um die gestiegenen Kosten für Energie und Personal abzufedern, beantragte der Vorstand eine moderate Erhöhung der Mitgliedsbeiträge — nach acht Jahren. Der Antrag wurde einstimmig angenommen.

Der Verein sprach den ausscheidenden Vorsitzenden Holz und Scheitenberger seinen Dank aus. Bertram Holz war von 2015 bis 2023 Vorsitzender des VfB Ulm. Uli Scheitenberger war als stellvertretender Vorsitzender seit 1992 im Vorstand. In ihrer Laudatio für Bertram Holz betonte VfB -Vorstandsmitglied Annette Schmidt, dass Bertram Holz den VfB Ulm in den vergangenen acht Jahren zeitgemäßer aufgestellt, die soliden Finanzen gestärkt, Strukturen modernisiert und den Verein als verlässlichen sozialen Partner auf dem Eselsberg sichtbar etabliert habe. „Bertram Holz hat dem VfB Ulm die Werte Toleranz, Respekt und Fairness auf die Fahnen geschrieben“, sagte sie.

Mit Uli Hoeneß in der Mannschaft gespielt

Vorstandsmitglied Achim Schulz hielt die Laudatio für Uli Scheitenberger: „Uli ist seit 1959 im Verein, hat die Skiabteilung mitgegründet, mit Uli Hoeneß in der Fußballmannschaft gespielt und später die Kapitänsbinde getragen — er ist Sportler und VfB–ler durch und durch.“ Außerdem hat Scheitenberger den VfB in der Regionalen Planungsgruppe Eselsberg vertreten.

Sein Nachfolger Pluskat bringe viel Erfahrung im Vereinsmanagement mit. Er hatte bereits als Abteilungsleiter Fußball eine ehrenamtliche Leitungsfunktion.