Uni erhält Plakette: Ulm als erster Top-Standort der „100 Quantenorte“ ausgezeichnet

Freude über die Auszeichnung „100 Quantenorte“ an der Universität Ulm: (v.l.) Prof. Joachim Ankerhold, Dr. Anke Kovar, Prof. Fedor Jelezko, Prof. Wolfgang Schleich, Prof. Claus Lämmerzahl, Prof. Benjamin Stickler, Prof. Michael Weber, Prof. Kai Bongs
Heiko Grandel- Universität Ulm und DLR ausgezeichnet für Quantenforschung
- DPG verleiht erste Plakette „100 Quantenorte“ an Ulm
- Ulm gilt als Top-Standort für Quantenforschung in Deutschland
- Enge Zusammenarbeit von Uni, DLR und lokalen Unternehmen
- Prof. Schleich und Prof. Kai Bongs betonen Potenzial und Innovationskraft
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Die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG) hat den Standort Ulm im Rahmen ihrer Initiative „100 Quantenorte“ als Inkubator der Quantenforschung ausgezeichnet. Das teilt eine Sprecherin der Uni Ulm mit. Mit der Auszeichnung will die DPG Orte, Gebäude und Institute, die in besonderer Weise der Quantenphysik verbunden sind, bekannt machen. Die Universität Ulm und das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR), feierten die Auszeichnung gemeinsam vor Ort. Nicht nur über die Auszeichnung als solche sei man erfreut: Es war die erste Plakette überhaupt, die vergeben wurde.
Ein starkes Quantenökosystem
„Wir freuen uns sehr über diese Auszeichnung“, sagte Universitätspräsident Prof. Michael Weber nach der feierlichen Anbringung der Plakette an einer Säule im großen Foyer am Südeingang der Universität. Dass Ulm als erster Quantenort in Deutschland ausgezeichnet wurde, sei eine große Ehre. Zumal das sicherlich nicht nur zeitlich gemeint sei, und Ulm in der Tat zu den Topstandorten auf diesem Gebiet gehöre. Weber dankte Professor Wolfgang Schleich vom Institut für Quantenphysik, der mit seiner jahrzehntelangen Forschung auf diesem Gebiet ein solides Fundament für den Quantenort Ulm geschaffen habe. „Ihm ist es auch zu verdanken, dass das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt mit seiner Quantenforschung nach Ulm gekommen ist“, so Weber.
„Über die Jahre hat sich in Ulm ein starkes Quantenökosystem herausgebildet“, hob Professor Joachim Ankerhold hervor, Vizepräsident für Forschung an der Uni Ulm. Dieses zeichne sich aus durch eine enge Zusammenarbeit von wissenschaftlichen und außeruniversitären Einrichtungen, von Unternehmen und Startups im Verbund mit der Stadtgesellschaft. „Unser Quantenökosystem hat großes Potenzial, es weckt die Begeisterung für Physik und ist hoffentlich auch für junge Menschen attraktiv“, so Ankerhold, der auch akademischer Sprecher der vom Land geförderten Quantentechnologieinitiative „Quantum-BW“ ist.
Forschungsfelder sind weit gefächert
Für den DLR-Standort Ulm sprach Professor Kai Bongs. Der Direktor des DLR-Instituts für Quantentechnologien (DLR-QT) wies bei der Übergabe auf die Vielzahl gemeinsamer Forschungsinitiativen hin. „Die hervorragende und enge Zusammenarbeit des DLR und der Universität Ulm ist ein zentrales Element des Ulmer Quantentechnologie-Ökosystems. Es nimmt eine Vorreiterrolle in der grundlagen- und praxisorientierten Quantenforschung ein, stärkt den Wissensaustausch und den Transfer in die Wirtschaft. So bringen wir gemeinsam neuartige Quantentechnologien in die Anwendung“, erklärte Bongs.
