Ulmer Münster ohne Weltrekord
: Einfach eine LTE-Antenne draufsetzen! So reagieren die Ulmer auf den Verlust

Das Ulmer Münster hat nicht mehr den höchsten Kirchturm der Welt. Aber das ist den Ulmerinnen und Ulmer in den Sozialen Medien egal. Das Münster bleibt für fast alle die schönste Kirche der Welt.
Von
Laura Mensch
Ulm
Jetzt in der App anhören
Einige lustige Ideen zur Erhöhung des Münsters tummeln sich im Netz.

Einige lustige Ideen zur Erhöhung des Münsters tummeln sich im Netz.

Volkmar Könneke/Facebook, Monika Deutschländer (KI-generiert)
  • Die Sagrada Família in Barcelona hat mit 163 Metern das Ulmer Münster als höchsten Kirchturm abgelöst.
  • Ulmer*innen reagieren entspannt, bezeichnen ihr Münster als die „schönste Kirche der Welt“.
  • Kritik am Vergleich: Sagrada mit moderner Technik gebaut, Münster aus dem Mittelalter.
  • Vorschläge aus Social Media: Antenne, Kreuz oder Spatzenskulptur, um den Rekord zurückzuholen.
  • Eintritt: Sagrada kostet 26–36 €, Münster kostenlos, Turmbesuch für 9 €.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Lange haben Ulmerinnen und Ulmer den Tag gefürchtet, an dem die Sagrada Família in Barcelona dem Ulmer Münster den Weltrekord streitig macht. Mit knapp 163 Metern Höhe ist die Kirche in Barcelona jetzt 1,38 höher als das Münster und hat damit den höchsten Kirchturm der Welt. Das tut manchen Ulmern in der Seele weh – andere haben aber sofort ein paar lustige Ideen parat, um das Bauwerk zu erhöhen. Außerdem sind sich die meisten User auf unseren Kanälen in den Sozialen Medien sicher: Der Rekord ist zwar futsch, das Ulmer Münster bleibt die schönste Kirche!

„Das Ulmer Münster ist erstens schöner und zweitens ein historisches Bauwerk aus Naturstein“, schreibt ein User auf Facebook. Ein anderer stimmt dem zu: „Egal, das Ulmer Münster ist einfach Heimat und im Herzen der höchste, historische Kirchturm der Welt.“ Viele weitere Kommentare reihen sich in dieses Liebesgeständnis an die Kirche ein – oder gehen sogar darüber hinaus: „Ulm isch sowieso s Höchschde!“

„Vergleich wie Äpfel mit Birnen“

Einige Nutzerinnen und Nutzer zeigen sich auch empört, dass die beiden Bauwerke überhaupt miteinander verglichen werden. Das sei, als vergleiche man Äpfel mit Birnen. Während die Sagrada  zum großen Teil mit moderner Technik errichtet wurde, wurde das Ulmer Münster Stein auf Stein im Mittelalter erbaut. „Pfui, diesen Rekord kann man nicht vergleichen. Vielleicht könnte man sich einigen: höchster Kirchturm der Welt des Mittelalters und höchster Kirchturm der Neuzeit (mit Kranen etc.), mit Technik der Neuzeit“, lautet die Begründung in einem Kommentar. Empört schreibt ein User: „Die Sagrada ist keine Kirche, eine Kirche ist Bauwerk/Gebäude wo Gottesdienste abgehalten werden und die Menschen nicht viel Geld zahlen müssen, um dort reinzukommen!“ Ein anderer kontert, dass in der Sagrada sehr wohl auch Gottesdienste stattfinden. Eintritt kostet die Gaudi-Kirche dennoch. Ein Standardticket kostet 26 Euro. Tickets mit Turmbesichtigung sollen dann bei 36 Euro beginnen. Das Münster kann kostenlos besucht werden, wer auf den Turm möchte, muss allerdings zahlen. Neun Euro kostet das Einzelticket.

Lustige Ideen im Netz

„Tja, Herr Ansbacher, Sie könnten durchaus was daran ändern. Irgendwas könnten wir da schon noch draufsetzen“, fordert ein User. Doch bei einem melancholischen Spaziergang mit dem OB sagte dieser: „Die Ulmer stecken das weg!“

Unter unserem Reel auf Instagram sammeln Ulmerinnen und Ulmern schon Ideen, wie das Münster seinen Rekord zurückerobern könnte. Eine Auswahl:

  • „Spatzenskulptur!!!“
  • „12 Meter LTE Antenne obendrauf, Weltrekord zurück und darüber hinaus endlich gutes Handynetz im Ulm.“
  • „Einfach ein riesiges Kreuz auf den Turm setzen.“
  • „1,38 m mehr? Ha! Wir werden doch einen Steinmetz finden, der da oben am Münster noch 1,40 m drauf setzt! Auf geht’s!“
  • „Eine Antenne nachrüsten, dann bleibt der Rekord in Ulm!“
  • „50 Meter Leitkegel drauf und schon haben wir die nächsten 50 Jahre Ruhe“.

Zur letzten Idee einer Facebook-Nutzerin gab es sogar noch ein KI-generiertes Foto dazu: