Ulmer Gedenkstätte Oberer Kuhberg
: Dokuzentrum: Elke Reuther führt Verein

Die bisherige Kassiererin folgt auf Werner Trägner, der sich nicht mehr zur Wahl stellte.
Von
swp
Ulm
Jetzt in der App anhören

Der neue Vorstand des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg: Vorne (v.l.): Martin König (Stellvertreter), Hansjörg Greimel (Stellvertreter), Elke Reuther (1. Vorsitzende), Hans Peter Obermeier (Beisitzer); hinten (v.l.): Josef Lehleiter (Beisitzer), Dominique Michl, Wolfgang Traub (Beisitzer).

Honorarfrei

Der Verein „Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg Ulm“ (DZOK) hat eine neue Vorsitzende. Die bisherige Kassiererin des Vereins, Elke Reuther, wurde zur Nachfolgerin von Werner Trägner gewählt, teilte der Verein am Wochenende mit. Trägner hatte sich nicht mehr zur Wahl gestellt, weil er nach Norddeutschland gezogen ist.

Die Leiterin des Dokumentationszentrums, Nicola Wenge, erklärte bei der Jahreshauptversammlung, das DZOK brauche gerade jetzt breite ehrenamtliche Unterstützung. Die sei für eine „feste Verankerung einer lebendigen Erinnerungsarbeit in der Bürgerschaft“ nötig, aber auch, um sich gegen zunehmenden Antisemitismus und Rassismus zu positionieren.

Das Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg ist Gedenkstätte für ein Konzentrationslager des Landes Württemberg, das dort von November 1933 bis Juli 1935 bestand. Mehr als 600 politische und weltanschauliche Gegner des NS–Regimes waren dort inhaftiert. Heute ist es Erinnerungs– und Lernort.