Ulm-Zug am Wochenende
: Alle Infos zum Narrensprung in Ulm

Kinderfasching, Narrenbaumstellen und Ulm-Zug. Die Narren übernehmen am 24./25. Januar wieder das Regiment in der Stadt. Was geboten ist und was im Februar noch gefeiert wird.
Von
Stefanie Müller
Ulm
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Beim Ulmzug, der am 21. Januar stattfindet, zeigen die Gaugama was sie drauf haben.

Was Narren am Faschingsdienstag tun? Durch die Gassen tanzen, wie hier der Gauga-Ma. War's die Kälte, war's der strenge Wind? Beim Sieben-Schwaben-Umzug gestern durch beide Städte blieben die Narren aus der Region fast ausschließlich unter sich. Nur am Petrusplatz in Neu-Ulm und auf dem Ulmer Marktplatz kam ein bisschen Stimmung auf.

Beim Ulmzug, der am 25. Januar stattfindet, zeigen die markanten blauen Gaugama der Ulmer Narrenzunft was sie drauf haben.

Volkmar Könneke
  • Am 24./25. Januar übernimmt die Ulmer Narrenzunft mit Kinderfasching und Ulm-Zug die Stadt.
  • Höhepunkt ist der Ulm-Zug am 25. Januar um 13:13 Uhr mit 4500 Hästrägern und Guggenmusiken.
  • Am Samstag: Kinderfasnet, Fackelumzug, Narrenbaumstellen und Narrenzelt am Münsterplatz.
  • Anfang Februar: Gaugama-Sage (11. Februar) und Glompiga Doschdig (12. Februar) mit Rathaussturm.
  • Ausstellung zu Häser und Geschichte der Narrenzunft Ulm in der Sparkasse am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz.

Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.

Am Wochenende wird es närrisch in Ulm. Am Samstag geht’s um 15 Uhr los mit der Kinderfasnet der Narrenzunft Ulm im Kornhaus. Mit Clowns und Spielen für die kleinen Narren gibt es einen  unterhaltsamen Nachmittag im Kornhaus-Foyer. Um 17.30 Uhr setzt sich dann der Fackelumzug zum Münsterplatz in Bewegung, wo der Narrenbaum aufgestellt wird. Er bleibt bis Fasnachtsdienstag stehen, als Zeichen, dass die närrische Zeit in Ulm angebrochen ist. Danach ist das Narrenzelt am südlichen Münsterplatz für alle Narren und Feierlustigen geöffnet.

Weiter geht es am Sonntag um 9 Uhr, wenn in der Wengenkirche der Narrengottesdienst abgehalten wird. Pfarrer Michael Estler und Zunftmeister Gerhard Wies laden dazu die Narren aus dem Schwäbisch-Alemannischen Raum und die Ulmer Bürgerschaft ein. Musikalisch mitgestaltet wird der Gottesdienst unter anderem vom Ulmer Narrenchor. Zum närrischen Gottesdienst dürfen die großen und kleinen Besucher natürlich gerne verkleidet kommen.

Bei frühlingshaften Temperaturen kamen Tausende Zuschauer, um den „Ulmzug“ mit mehr als 6000 Hästräger zu sehen.

Innenstadt: ULMZUG - Der große Narrensprung - Narrenzunft Ulm

Beim Ulm-Zug sieht man die ausgefallendsten Kostüme, oder Häser, wie sie auf Schwäbisch heißen.

Matthias Kessler

Ulm-Zug ist das Highlight

Zur Mittagszeit, genauer gesagt um 13.13 Uhr, startet dann der Höhepunkt des Wochenendes: der große Ulm-Zug durch die Innenstadt. Der bunte Fasnachtsumzug in Ulm findet immer drei Wochen vor der eigentlichen Fasnacht statt. Mit 4500 Hästrägern und Guggenmusiken aus dem schwäbisch-alemannischen Raum, der Schweiz, Liechtenstein und Österreich sowie mehr als 10.000 Zuschauern am Straßenrand ist er der Höhepunkt der Ulmer Fasnacht. Den Anfang des Zuges macht die Ulmer Narrenzunft mit ihren Figuren wie dem Gaugama, D'r Sevelinger Bauza und den Holl Hexa.

Die Route des Ulm-Zuges beginnt am Ulmer Münster und führt vorbei am Kornhaus in die Herrenkellergasse und von dort über die Platzgasse wieder zum Münsterplatz. Um dem Ulm-Zug die passende Kulisse zu geben, ist die Strecke fasnächtlich geschmückt. An sechs Stellen entlang der Strecke werden den Besuchern die verschiedenen Fasnachtszünfte und Musikgruppen mit ihren Fasnachtsgrüßen, Masken und Kostümen erklärt. Wer es nicht weiß, der sollte sich den Spruch der Ulmer Narrenzunft gut einprägen: Zong - raus! Die beiden Worte werden beim Ulm-Zug vielfach zu hören sein, und werden gerne auch abgefragt – wehe dem, der sie dann nicht parat hat. Im Anschluss an den Ulm-Zug begrüßt die Ulmer Narrenzunft alle Teilnehmer und Feierlustigen wieder im Narrenzelt – der Eintritt ins Zelt ist an beiden Tagen kostenfrei. Auch die Altstadtkneipen laden nach dem Ulm-Zug zum Weiterfeiern ein.

Anfang Februar geht’s weiter

Der Endspurt der Fasnet startet dann im Februar – so wird in Söflingen wieder die Gaugama-Sage gezeigt (11. Februar): Alle zwei Jahre wird im Klosterhof an der Blau die Geschichte aufgeführt, die der Ursprung der Fasnachtsfigur Gaugama ist. Das Publikum wird dabei Zeuge, wie der Gaugama aus den Gauga, also den Niederungen des Flusses Blau, auftaucht und den unbedarften Zimmermann in die Blau zieht und ihn zu seinesgleichen macht. Weiter geht es am Glompiga Doschdig (12. Februar). Zuerst wird das Ulmer Rathaus von den Narren gestürmt – gemeinsam mit dem Ulmer Narrenkomitee, den Ulmer Zünften und den Ulmer und Neu-Ulmer Bürgern wird dann um die Herrschaft der Städte Ulm und Neu-Ulm gekämpft. Anschließend gibt es wie die letzten Jahre schon eine große Weiberfaschingsparty am Rathaus und in den Kneipen der Altstadt.

Köstüme hautnah

Wer sich die Kostüme der Narren mal genauer anschauen möchte, kann dies in einer Ausstellung tun. Gezeigt werden die Häser der Narrenzunft Ulm e.V. und ihre Geschichte sowie die Häser von befreundeten Zünften und Patenzünften. Das alles in den Räumen der Sparkasse Ulm am Hans-und-Sophie-Scholl-Platz 1.

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