Übernahme in Neu-Ulm
: IT-Anbieter Bechtle kauft SIG

Damit soll die Nachfolge im Neu-Ulmer Unternehmen geregelt werden. Alle Arbeitsplätze bleiben erhalten.
Von
Simone Dürmuth
Neu-Ulm
Jetzt in der App anhören
Bechtle - IT Systemhaus: ARCHIV - 26.07.2024, Baden-Württemberg, Stuttgart: Das Logo des IT Unternehmens Bechtle ist vor einem, Standort in Stuttgart angebracht. (zu dpa: «Bechtle verdient weniger - Chef aber optimistisch») Foto: Bernd Weißbrod/dpa +++ dpa-Bildfunk +++

Gezieltes Wachstum: Bechtle baut in Neu-Ulm und kauft die „s.i.g. System Informations Gesellschaft “auf.

Bernd Weißbrod/dpa

Gezieltes Wachstum in Neu-Ulm: Das börsennotierte IT-Systemhaus Bechtle baut nicht nur ein Bürogebäude und Parkhaus für bis zu 300 Mitarbeitende auf dem IT-Campus in Neu-Ulm. Wie jetzt bekannt wurde, soll auch die „s.i.g. System Informations Gesellschaft“ (SIG) aufgekauft werden. Die Bechtle-Gruppe mit Hauptsitz in Neckarsulm hat derzeit über 15.000 Mitarbeitende in 100 Systemhäusern.

SIG wurde in Neu-Ulm gegründet und betreibt zwei weitere Standorte in Erfurt und Jena. Das IT-Systemhaus erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 25,4 Millionen Euro und beschäftigt rund 50 Mitarbeitende.

Mit dem Unternehmensverkauf regelt SIG einerseits die Nachfolge in der Geschäftsführung und will als Teil des größten deutschen IT-Systemhauses seine Position auf dem Markt stärken und das eigene Portfolio ausbauen. Das vor 27 Jahren in Ulm gegründete Unternehmen bedient mit seinem Angebot vor allem mittelständische Unternehmen, aber auch Konzerne, öffentliche Auftraggeber und der Gesundheitssektor.

Alle Standorte sollen erhalten bleiben

Alle Standorte von SIG sollen auch künftig bestehen bleiben. In Neu-Ulm ist Anfang 2026 nach Fertigstellung Neubaus auf dem IT-Campus in unmittelbarer Nähe zur Hochschule Neu-Ulm der gemeinsame Bezug von Bechtle Unternehmen und SIG geplant.

Der Gründer von SIG und bisherige Geschäftsführer, Guido Fetzer, bleibt zunächst ebenso im Unternehmen wie sein Co-Geschäftsführer Eugen Straub. Außerdem sollen alle Mitarbeitende übernommen werden. Das soll die Kontinuität in der Kundenbetreuung sichern. Auch der Unternehmensname SIG soll bis auf Weiteres bestehen bleiben, heißt es in einer Pressemitteilung von Bechtle.

Gemeinsam gute Chancen auf dem Markt

„Wir haben ein großes Interesse daran, unseren Kunden ein verlässlicher IT-Partner und unseren Mitarbeitenden auch langfristig ein attraktiver Arbeitgeber zu bleiben. Daher sind wir bei der Planung der Nachfolge sehr sorgsam und verantwortungsvoll vorgegangen“, sagt Guido Fetzer. Mit Bechtle habe man einen „in jeder Hinsicht passenden Partner“ gefunden.

„Mit SIG  konnten wir ein hervorragend geführtes Unternehmen mit exzellent ausgebildeten Spezialistinnen und Spezialisten für Bechtle gewinnen. Wir sind überzeugt, dass SIG und Bechtle gemeinsam in der attraktiven Wirtschaftsregion um Neu-Ulm überdurchschnittliche Wachstumsperspektiven haben“, sagt Oliver Hambrecht, Bereichsvorstand Region Südwestdeutschland und Österreich, Bechtle AG.

Die Übernahme steht unter dem Vorbehalt der kartellbehördlichen Genehmigung. Über Konditionen und Kaufsumme wurde wie üblich Stillschweigen vereinbart.