Obduktion der Leiche in Ulm: Der Tote aus der Blau ist männlich – Todesursache weiter unklar

An dieser Stelle der Blau im Ulmer Fischerviertel wurde am Donnerstagvormittag eine Leiche geborgen. Inzwischen ist klar, dass es sich um einen Mann handelt.
Volkmar KönnekeNach dem Fund einer Leiche am Donnerstag in Ulm in einem Blauabschnitt in der Altstadt hat die Polizei Ulm am Freitag, 16. August, ein erstes Obduktionsergebnis bekannt gegeben: Gerichtsmediziner haben festgestellt, dass es sich um eine männliche Person handelte. Sie lag bereits seit längerer Zeit im Wasser und ist in Teilen skelettiert, gab ein Pressesprecher auf Nachfrage bekannt.
Identität weiter unklar
Auch deswegen konnte die Identität des männlichen Leichnams bei der Obduktion nicht geklärt werden. Nun soll mittels einer DNA-Probe geklärt werden, wer der Tote ist. Das werde jedoch einige Tage in Anspruch nehmen, sagt der Pressesprecher.
Ebenso wenig konnte die Todesursache abschließend geklärt werden. Allerdings hat die Untersuchung ebenfalls keine Hinweise auf eine Gewalteinwirkung ergeben, teilt der Pressesprecher der Polizei mit.
In dem Zusammenhang werden die Vermisstenfälle geprüft, wie der Verbleib des 32-jährigen Recep G. aus Ulm. Von ihm fehlt seit dem 23. Dezember 2023 jede Spur. Seine Familie war so verzweifelt, dass sie damals sogar einen Finderlohn ausgelobt hatte.
Zeugen hatten am Donnerstag gemeldet, dass ein Mensch mit dunkler Kleidung leblos in der Blau treibt, auf Höhe des Lokals „Zur Zill“. Einsatzkräfte der Feuerwehr bargen die Leiche, die anschließend im Leichenwagen abtransportiert wurde. Nach eineinhalb Stunden war der Einsatz am Donnerstagvormittag beendet.
Der Tote im Fischerviertel stellt auch die Polizei vor Rätsel. So ist die Fließgeschwindigkeit des Baches im Bereich vor dem Fundort üblicherweise gering und die Blau dort flach. Am Fundort selbst gibt es durchaus tiefe Stellen. Unter Anwohnern des Fischerviertels sorgt der Tote ebenfalls für Aufregung. Viele rätseln, wer er war.

