Unfall bei Illerkirchberg: Autofahrer verliert Kontrolle – Mitfahrer und Pedelecfahrerin sterben

Der Audi-Fahrer kam von der L260 ab (rechts) und schleuderte auf den Radweg, wo die 65-Jährige mit ihrem Mann unterwegs war. Das Auto stoppte erst am Fundament des Hochspannungsmastes.
Werner Gallbronner- Zwei Menschen sterben bei Unfall zwischen Illerrieden und Oberkirchberg.
- Autofahrer verliert Kontrolle, erfasst Pedelecfahrerin tödlich.
- Mitfahrer des Autos stirbt nach Reanimation im Krankenhaus.
- Feuerwehr befreit eingeklemmte Insassen; Ursache: vermutete zu hohe Geschwindigkeit.
- Zeugen sollen sich bei Polizei Ulm unter 07392/9630320 melden.
Die Zusammenfassung wurde durch künstliche Intelligenz erstellt.
Nach einem schweren Unfall zwischen Illerrieden und Oberkirchberg sind am Samstagabend (14.6.) zwei Menschen gestorben. Wie die Polizei mitteilte, hatte ein Autofahrer, der Richtung Oberkirchberg fuhr, kurz nach 18 Uhr in einer langgezogenen Kurve auf der L260 die Kontrolle über sein Auto verloren. Nach Angaben der Polizei dürfte der junge Fahrer auf der Strecke, wo die Schlosstraße aus Oberkirchberg in die Landesstraße einmündet, mit seinem Audi A7 Sportback zu schnell gefahren sein. Der 22-Jährige versuchte noch gegenzulenken, kam daraufhin aber mit seinem Wagen nach links von der Fahrbahn ab und fuhr frontal in eine 65-Jährige, die auf dem dortigen Radweg mit ihrem Pedelec unterwegs gewesen war. Die Frau, die mit ihrem Ehemann geradelt war, wurde bei dem Zusammenstoß so schwer verletzt, dass sie noch an der Unfallstelle verstarb.
Mit Hubschrauber in Klinik
Der Audi des jungen Fahrers schleuderte in der Folge gegen das Fundament einer Hochspannungsleitung. Ein 20 Jahre alter Mitfahrer im Auto wurde dabei so schwer verletzt, dass er an der Unfallstelle reanimiert werden musste, bevor er per Hubschrauber ins Krankenhaus geflogen werden konnte. Die Ärzte konnten sein Leben nicht mehr retten, er starb in der Nacht zum Sonntag. Der Autofahrer sowie zwei andere Mitfahrer im Alter von 20 und 22 Jahren wurden teilweise schwer verletzt in umliegende Krankenhäuser gebracht.
Wie Martin Duelli, Kommandant der Freiwilligen Feuerwehr Illerkirchberg, die zu dem Unfall alarmiert worden waren, auf Nachfrage sagte, waren die Ersthelfer des Roten Kreuzes und die Polizei bereits an der Unfallstelle, als er mit seinen rund 25 Feuerwehrleuten hinzukam. Das Unfallauto sei neben dem Betonsockel der Überlandleitung auf der Seite gelegen, einer der vier Insassen habe sich offenbar selbst befreien können, die drei anderen waren in dem Auto eingeklemmt. Die Feuerwehr Illerkirchberg, die von der Feuerwehr Staig unterstützt wurde, musste das Dach des Autos abschneiden, um die drei Männer befreien zu können.
Zeugen des Unfalls gesucht
Nach dem Einsatz habe es für die Ersthelfer und Einsatzkräfte an der Unfallstelle eine Nachbesprechung mit zwei Notfallseelsorgern gegeben, berichtet der Feuerwehrkommandant. Niemand solle nach einem solchen Einsatz, mit den Bildern alleine gelassen werden: „Soweit das eben geht“, wie Duelli sagt.
Die Staatsanwaltschaft Ulm hat ein Gutachten angeordnet, das den Ablauf des Unfalls klären soll. Auf der Strecke, auf der in diesem Abschnitt 100 Kilometer pro Stunde erlaubt sind, passieren immer wieder Unfälle. Zeugen werden gebeten, sich unter der Telefonnummer (07392) 963 03 20 zu melden.
