Mehr als zwei Euro pro Liter Diesel – seit dem Frühjahr 2022 sind solche Preise in Deutschland die Regel. Schuld daran hat maßgeblich die Energiekrise infolge des Krieges in der Ukraine. Doch am Montag (14.11.) gab es gute Nachrichten für Autofahrer.
Diesel ist so günstig wie seit Monaten nicht mehr. Am Wochenende fiel der Preis für den Kraftstoff auf den niedrigsten Wert seit August, wie der ADAC am Montag mitteilte. Rechnet man die Effekte der im Sommer geltenden Steuersenkung auf Kraftstoffe heraus, ist es sogar der niedrigste Dieselpreis seit Mai.

Diesel kostet teilweise wieder weniger als zwei Euro

Konkret kostete ein Liter Diesel am Sonntag im bundesweiten Tagesdurchschnitt 1,986 Euro. Noch vor einer Woche waren es 9,5 Cent mehr, vor zwei Wochen sogar 13,2. Superbenzin der Sorte E10 verbilligte sich auf Wochensicht ebenfalls, wenn auch mit 4,7 Cent bei weitem nicht so stark. Am Sonntag kostete es im Schnitt 1,868 Euro pro Liter.
„Die Preise bewegen sich im Moment in die richtige Richtung. Offenbar greift der Wettbewerb wieder etwas besser“, sagt der ADAC-Kraftstoffmarktexperte Jürgen Albrecht. Es sei aber noch viel Luft nach unten, betont er: „Die Preise sind nach wie vor überhöht – besonders stark bei Diesel.“
Dass die Preise nachgeben, führt er auf verschiedene Faktoren zurück. „Bei Benzin dürfte sich auch die traditionell niedrigere Nachfrage im vierten Quartal bemerkbar machen – das ist gut für den Wettbewerb“, sagt Albrecht. „Bei Diesel hatte zuletzt zusätzliche Nachfrage aus der Industrie als Ersatz für Gas die Preise stark getrieben. Es deutet einiges darauf hin, dass ein großer Teil dieser Nachfrage im Moment gestillt ist, sodass die Preise wieder fallen.“

Heizölpreise sinken auch deutlich

Dazu passe, dass auch die Heizölpreise zuletzt deutlich nachgegeben haben, sagt der Experte. Das Portal Heizöl24 gab am Montag den Durchschnittspreis für Heizöl bei der Abnahme von 3000 Litern mit 1,327 Euro pro Liter an. Auch hier ist es der niedrigste Stand seit Mai. Am 6. November hatte der Wert noch bei 1,467 Euro gelegen. Diesel und Heizöl sind sehr ähnlich.
Wie es mit den Preisen weitergehe, hänge von vielen Faktoren wie den Temperaturen und politischen Entwicklungen ab, sagte Albrecht. Er macht Autofahrern aber etwas Hoffnung: „Wenn nichts dazwischenkommt, könnten wir dank des wieder einsetzenden Wettbewerbs am Anfang einer Normalisierung stehen. Der Weg ist aber noch weit.“

Tanken in Ulm und Neu-Ulm: Diesel-Preise an wichtigen Tankstellen

Laut des Portals clever-tanken.de kostete der Liter Diesel am Montag, 14. November, um 15 Uhr an fast allen Tankstellen in Ulm und Neu-Ulm weniger als zwei Euro. Hier findet ihr exemplarisch die Spritpreise an wichtigen Tankstellen in Ulm, Neu-Ulm und Umgebung (Stand: 15 Uhr):
  • HEM-Tankstelle Ulm, Keplerstraße 2: Diesel 1,91 Euro, Super E10 1,77 Euro
  • RAN-Tankstelle Ulm, Heidenheimer Straße 77: Diesel 1,91 Euro, Super E10 1,76 Euro
  • RAN-Tankstelle Ulm, Blaubeurer Straße 25: Diesel 1,92 Euro, Super E10 1,77 Euro
  • JET-Tankstelle Neu-Ulm, Memminger Straße 54: Diesel 1,92 Euro, Super E10 1,77 Euro
  • Inhofer-Tankstelle Senden, Ulmer Straße 50: Diesel 1,91 Euro, Super E10 1,74 Euro
  • Jet-Tankstelle Erbach, Ehinger Straße 11: Diesel 1,92 Euro, Super E10, 1,78 Euro

Entwicklung der Spritpreise in Ulm

Die Dieselpreise in Ulm sind in den letzten Monaten deutlich gesunken.
Die Dieselpreise in Ulm sind in den letzten Monaten deutlich gesunken.
© Foto: Screenshot: clever-tanken.de
Die Preise für Super E10 sind nicht ganz so deutlich gesunken.
Die Preise für Super E10 sind nicht ganz so deutlich gesunken.
© Foto: Screenshot: clever-tanken.de